Pirmasens „Hühnerpapa“ besucht Kinder mit mobilen Ställen

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Wie lange dauert es, bis aus einem Ei ein Küken schlüpft? Was passiert in einem Ei in dieser Zeit? Und woher wissen wir, dass in unserem Frühstücksei kein kleines Küken drin ist? Philipp Stilgenbauer aus Erlenbrunn liefert die Antworten dazu. Mit seinen mobilen Hühnerställen und einem Brutautomat bietet er Kindergärten und Schulen die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu blicken und die Geburt und das Heranwachsen von Hühnern zu beobachten.

Zurzeit macht er Station in der Grundschule Husterhöhe. „Wisst ihr denn, wo die Hühner herkommen?“ Stilgerbauer, im Hauptberuf Dachdeckermeister, trifft an diesem Morgen zum ersten Mal auf die Klassen, die sein Projekt an der Schule mitverfolgen werden. Als „Hühnerpapa“ stellt er Schulen und Kindergärten einen Brutautomaten samt Inhalt und sein Wissen zur Verfügung. Auch „Miethühner“ inklusive eines mobilen Stalls können Schulen und auch Privatpersonen von ihm erhalten. „So sehen die Kinder, wo ihr Essen herkommt und wie wichtig es ist, die Tiere artgerecht zu halten und zu versorgen“, sagt er. Zur Grundschule Husterhöhe hat er 50 Eier mitgebracht. Mit einer Taschenlampe leuchtet Stilgenbauer die Eier von unten an. Die befruchteten unterscheiden sich deutlich von den nicht befruchteten. „Seht ihr den kleinen schwarzen Punkt? Das ist das winzige Küken“, erklärt er. 46 mitgebrachten Eier sind befruchtet, das hat er schon im Vorfeld festgestellt. Bis die Küken schlüpfen, wird es noch genau elf Tage dauern, weiß er. Bis dahin bleiben die Eier in dem Brutautomaten. „Das Warmhalten übernehmen normalerweise die Hennen“, sagt Stilgenbauer und ergänzt lachend: „Die kann ich euch aber schlecht hier in den Saal setzen.“ Bei 38 Grad und einer konstant hohen Luftfeuchtigkeit werden die Eier im Automat ganz langsam gedreht. „Genauso macht das auch die Henne, wenn sie auf den Eiern sitzt und sie ausbrütet“, informiert der Hühnerzüchter. Ganz wichtig sei es, dass keiner an den Tisch rennt und die Eier nicht durch Stöße beschädigt werden. Nicht immer ganz leicht bei mehr als 20 interessierten Kindern in einer Klasse. In elf Tagen werden die Küken schlüpfen, die Kinder dürfen das dann durch eine Glasscheibe am Brutautomaten beobachten. „Dann sehen die ganz flauschig aus“, weiß die kleine Jana. Das habe sie schon mal gesehen und sogar eines der Kleinen auf ihrer Hand gehalten. „Wenn die Küken ein bisschen größer sind, dürft ihr das auch“, verspricht der Fachmann. Das Projekt mit Philipp Stilgenbauer ist eingebettet in die Projektwoche der Schule. „Die ist Ende März, zum Abschluss am 1. April findet dann unser Schulfest zum Thema ,Frühling’ statt“, erzählt Schulleiterin Anne Hammel und ergänzt: „Da passen die Küken doch perfekt.“ Zumal dieses Thema auch im Lehrplan der ersten Klassen zu finden sei. Das Heranwachsen der Küken im Ei und später auch das Schlüpfen zu beobachten sei aber viel anschaulicher als die reine Erklärung im Unterricht, freut sie sich über das Angebot Stilgenbauers. |bos

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