Pirmasens Gratis-WLAN kommt

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Am Ende gab es nur eine Gegenstimme: Debattiert wurde im städtischen Hauptausschuss aber knapp eine Stunde darüber, ob sich die Stadtverwaltung mit dem Verein Zukunftsregion Westpfalz auf das Projekt „Freies WLAN für die Innenstadt“ einlassen soll.

Walter Krämer, FDP-Fraktionsvorsitzender, brachte denn auch ziemlich zum Ende der Diskussion seine Verwunderung über die Länge der Debatte zum Ausdruck: „Die Kosten sind überschaubar, die Stadt braucht so ein Angebot.“ Und es müsse schnell kommen. SPD-Mann Gerd Hussong hatte zuvor angeregt, sich bei Finanzierungslücken aus dem Topf der Stadtentwicklungsgesellschaft zu bedienen. Stein des Anstoßes war, dass auf die Stadt, anders als ursprünglich angedeutet, doch Kosten zukommen und der Verein Zukunftsregion nicht die gesamte Investition schultert. Nach derzeitigem Planungsstand zahlt die Zukunftsregion 20.000 Euro, in gleicher Höhe sollen sich Verwaltung und Stadtwerke einbringen. 1500 Euro fallen nach den Worten von Oberbürgermeister Bernhard Matheis für die Standleitung ins Glasfasernetz monatlich an. Vor allem die Linken und die Grünen hatten Bedenken geäußert, dass die Kosten, die auf die Stadt zukommen, unklar seien, obwohl sie im Grundsatz der Sache sehr positiv gegenüberstehen.

Hans-Günther Clev, Geschäftsführer der Zukunftsregion, hofft, dass die Hot-Spots, die freies Surfen in der Innenstadt zulassen, noch im Laufe des Sommers kommen. Entstehen sollen sie am Exerzierplatz, am Schloßplatz, an der Messehalle, am Bahnhof, an der Alten Post und im Bereich Dynamikum sowie Strecktalpark, kündigte Clev an. In einem weiteren Schritt soll das WLAN-Netz stufenweise ausgebaut werden, vor allem auf der Husterhöhe und dem Campus der Fachhochschule. Während die Nutzung in der Stadt zeitlich begrenzt sein soll, auf ein bis zwei Stunden, ist die Vorstellung von Clev die, dass Studenten vollkommen umsonst und unbegrenzt ins Netz können.

Laut Clev geht es bei dem Projekt auch darum, Vorreiter zu sein. Dass es auf einem Hochschulcampus komplett freies WLAN gebe, sei die Ausnahme. Dies sei aber wichtig, wenn sich eine Region als Technologiestandort präsentieren wolle. So binde man junge Leute an eine Stadt, aber auch Gäste. Einsteigen wird in das Projekt die Kaiserslauterer Stadtwerke-Tochter K-Net, die sich auf IT-Infrastruktur spezialisiert hat. Auch die Pirmasenser Stadtwerke sind im Boot. Eine Idee ist, dass sie die WLAN-Aktivitäten für Werbezwecke nutzen und Kunden Vergünstigungen anbieten. Gewünscht ist, dass sich Restaurants und Geschäfte einklinken. (cla)

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