Pirmasens Grüne nominieren Barbara Metzger

Die Politikerin Barbara Metzger ist einstimmig als Grünen-Kandidatin für die Landtagswahl nominiert worden. Mit elf Ja-Stimmen ist sie für den Wahlkreis 48 – Pirmasens, Rodalben und Annweiler – am Freitagabend von ihren Parteifreunden ins Rennen geschickt worden.
Ihren politischen Schwerpunkt will die Beigeordnete der Verbandsgemeinde Rodalben auf die Themen Flüchtlingsstrom und Asylrecht setzen. „In Rodalben sind wir gerade dabei, einen Arbeitskreis zu dieser Thematik zu gründen. Hier soll es unter anderem um die Unterbringung und Integration der Asylbewerber gehen. Ein Begegnungscafé mit ehrenamtlichen Helfern wurde bereits aus der Taufe gehoben“, resümierte die 56-Jährige bei der Mitgliederversammlung der Grünen. Im Wahlkreis könne man „froh sein“, noch „relativ gute“ Möglichkeiten zur Unterbringung zu haben. Dennoch müsse noch einiges getan werden, nicht zuletzt in Sachen Organisation der Ehrenamtlichen. Sie habe diverse Einrichtungen besucht und sich über den aktuellen Stand informiert, so Metzger. Eine „sehr gute“ Nachfrage herrsche beispielsweise bei der Kleiderbörse in Rodalben, während das Sozialkaufhaus in Pirmasens bisher noch „sehr wenig“ Zuspruch finde. Wichtig sei es, die Willkommenskultur für die „Vielzahl und Vielfalt von Menschen, die hier eintreffen“, zu pflegen. Genau dafür wolle sie sich einsetzen. Ebenfalls auf der Wahlkampf-Agenda hat die zweifache Mutter das Thema B 10. Sie sehe da schon „genügend Fortschritte“. „Ich finde es schade, dass sich einige Menschen hier immer noch als eine verratene Region fühlen. Wir haben jetzt eine sehr gute Verkehrsanbindung in die Vorderpfalz, die man leider nicht ausreichend würdigt“, so Metzger. Unzufrieden ist die Grünen-Politikerin hingegen mit dem neuen Zuschnitt des Wahlkreises 48, zu dem die Stadt Annweiler gehört. Laut Metzger hat man hier in der Region generell „relativ wenig“ mit der Vorderpfalz zu tun, ein ständiges Pendeln zwischen Terminen in Pirmasens, Rodalben und Vorderpfalz sei allein zeitlich „kaum machbar“. Metzger geht davon aus, dass der neue Zuschnitt in dieser Form „zum ersten und letzten Mal“ bei einer Landtagswahl zum Tragen kommt. Lieber solle man den Wahlkreis 48 mit anderen Wahlkreisen zusammenlegen, was auch dringend nötig sei, da es in der Region „immer weniger“ Einwohner gebe. Als Ersatzbewerber wählten die Parteimitglieder am Freitagabend Michael Wagner mit neun Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen. (tada)