Pirmasens Gleich zweimal Salve Regina

Die 20. Rosenberger Musiktage endeten am Sonntagabend mit einem fantastischen Klangerlebnis. In der Wallfahrtskirche Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben sang die Rosenberger Kantorei, 2015 aus dem Kammerchor Pirmasens hervorgegangen, unter der Leitung von Dekanatskantor Manfred Degen.
Instrumental begleiteten Mitglieder der Deutschen Radio-Philharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern sowie Gerhard Jentschke im Altarraum am Orgelpositiv als Basso continuo den über 30-köpfigen gemischten Chor, der in Maria Rosenberg seinen Standort hat und für geistliche Chormusik steht. Zur Einleitung des musikalischen Abends erklang das „Konzert in D-Dur für Trompete und Streichorchester“ von Giuseppe Tartini, einem italienischen Geiger und Komponisten aus der Barockzeit. Eine virtuose Aufgabe für Trompeter Tobias Füller, der zusammen mit den Streichern eine grandiose Aufführung bewältigte. Danach zeigte die Rosenberger Kantorei, die sich vor dem Altar aufgestellt hatte, zusammen mit den Solistinnen Anne Kathrin Fetik (Sopran) und Angela Lösch (Alt) sowie dem Solisten Michael Marz (Bass) bei dem in Latein gesungenen „Salve Regina“ des Barock-Komponisten Valentin Rathgeber, welch herrliches Klangvolumen hier zusammen mit den Instrumentalisten den Kirchenraum füllte. Auch das „Magnificat“ von Johann Baptist Sternkopf begann stimmgewaltig für Chor und Orchester, angepasst im weiteren Verlauf mit ergreifenden Solistellen für die Sopranistin und Altistin. Dann folgte die Krönung des Konzertabends: das „Kemptener Te Deum“ von Franz Xaver Richter, ebenfalls in Latein für Chor mit allen Solisten. Dazu kamen Tenor Thomas Dorn, das stets angepasst spielende Streichorchester sowie der Basso continuo durch Jentschke an der kleinen Orgel im Altarraum. „Te deum laudamus“ – das Motto der 20. Rosenberger Musiktage – wurde ergreifend und begeisternd vorgestellt. Konzentrierter Chorgesang, schöne Solo-Stimmen, herrliche Harmonie und begeisterte Konzertbesucher, die nach großem Applaus nochmals das „Salve Regina“ hören durften. Auch wenn die Kirche nicht bis auf den letzten Platz gefüllt war, hatten die Besucher „eine gute Entscheidung“ getroffen, um die Worte von Direktor und Wallfahrtspfarrer Volker Sehy zu übernehmen. Diejenigen, die gekommen waren, durften ein großartiges musikalisches Hörerlebnis als schmuckes Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen.