FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Gleich vier Landesligaspieler des SC Hauenstein engagieren sich im Vereinsausschuss

SCH-Vorsitzender Udo Memmer (links) freut sich über das Engagement der Spieler, darunter auch Co-Trainer Philipp Weishaar (recht
SCH-Vorsitzender Udo Memmer (links) freut sich über das Engagement der Spieler, darunter auch Co-Trainer Philipp Weishaar (rechts).

In der Fußball-Landesliga hat der SC Hauenstein zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde seine Teilnahme an der Aufstiegsrunde sichergestellt. Und nicht nur sportlich läuft es gut für den Verein aus dem Wasgau.

Zwar wurde auf der jüngsten Generalversammlung niemand gefunden, der zusammen mit Präsident Udo Memmer ein Vorstandsamt ausfüllt. Doch es erklärten sich zahlreiche Mitglieder zu einem Engagement im Ausschuss bereit, darunter gleich vier Spieler der ersten Mannschaft, Niklas Kupper, Philipp Weishaar (beide auch Trainer), Kai Schacker und Yannick Roth – für die Landesliga ein außergewöhnlicher Fakt. „Die vier nehmen jetzt an den Ausschusssitzungen teil und bekommen dort einen Einblick, um was es im Vereinsleben geht, was da alles hintendran steht. Da werden Vereinsinteressen vertreten, nicht nur die der ersten Mannschaft“, erklärt Memmer, der seit dem Tod von Steffi Dums und dem Rückzug von Christoph Keller alleiniger Vorsitzender des Ex-Regionalligisten ist.

„Frischen Wind reinbringen“

„Eine Sitzung hatten wir bereits. Da ging es um den Weihnachtsmarkt und um ein Hallenturnier im Januar, also auch darum, Einnahmen zu generieren“, berichtet Spielertrainer Kupper. „Etwas frischen Wind reinbringen“ – das sei aus seiner Sicht die Absicht einiger Spieler gewesen, die schon etwas länger im Verein sind, im Ausschuss mitzuwirken. „Der Verein ist uns ans Herz gewachsen. Die gegenseitige Wertschätzung ist da“, versichert Kupper. Das Engagement im Ausschuss bedeute nicht die automatische Verlängerung des Trainer-Engagements. Aber über eine mögliche Verlängerung werde bald gesprochen, sagt der Ex-Oberligastürmer.

Lob für Schacker

Das Engagement der vier Spieler wertet Memmer als gutes Zeichen. Es zeige, dass den Spielern nicht alles egal sei, was im Verein passiert. „Das sind junge Leute mit neuen Ideen und vielen Kontakten. Das ist für unseren Verein auch eine Art von Blutauffrischung“, freut sich Memmer. Schacker, auch Coach der Verbandsliga-U19, habe sehr gute Kontakte, ist seit kurzem B-Schein-Inhaber und biete sehr gutes Training an. Nicht zuletzt deshalb seien etliche A-Junioren in Hauenstein geblieben und gehören zum Kader der ersten Mannschaft.

Fitnessraum eingerichtet

„Der Zusammenhalt ist aktuell enorm. Die Jungs kommen nach dem Training ins Sportheim. Die Stimmung ist sehr gut“, berichtet Memmer. Einen neuen Fitnessraum habe die Mannschaft gemeinsam eingerichtet. Der Teamgeist entwickle eine eigene Dynamik. Der aktuelle sportliche Erfolg bestätigt das. „Die Jungs sind noch mehr zusammen gewachsen und auch ein Stück weit besser geworden“, bekräftigt Kupper. Im Kader herrscht, anders als in früheren Jahren, Kontinuität. Mit Maximilian Kochmann gab es vor der Runde nur einen externen Zugang. Alle weiteren Zugänge rekrutierten sich aus der eigenen A-Jugend. „Das muss auch zukünftig unser Weg sein. Auch jetzt haben wir einige Spieler in der A-Jugend, die für die erste Mannschaft in Frage kommen. Dadurch, dass wir die Aufstiegsrunde erreicht haben, können wir jetzt ganz entspannt sein“, betont Memmer.

Heimspiel gegen Fehrbach

Auch wenn die nächste Partie gegen den FC Fehrbach (Samstag, 15.30 Uhr) für beide Teams bedeutungslos ist, will Trainer Kupper keinesfalls „abschenken“. Der sportliche Ehrgeiz sei da, gerade bei den Spielern, die vielleicht zuvor nicht so oft gespielt hätten und sich anbieten wollen. Kupper: „Wir wollen im Fluss bleiben. Schließlich haben wir eine Woche später ein wichtiges Spiel, in dem wir Hermersberg ärgern wollen.“

WEITERE LANDESLIGASPIELE

Sicherer Aufstiegsrundenteilnehmer gegen sicheren Abstiegsrundenteilnehmer: Diese Ausgangslage gilt auch für die Partien SV Hinterweidenthal gegen TSC Zweibrücken (Sonntag, 14.45 Uhr) und SG Eppenbrunn gegen SV Hermersberg (Sonntag, 15 Uhr). Mitnahmepunkte werden hier also nicht verteilt.

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