Nachruf Gersbachs Ex-Ortsvorsteher Hermann Krämer verstorben
Krämer war zudem ab 1994 in der Legislaturperiode bis 1999 stellvertretender Ortsvorsteher . Außerdem hatte er von 1984 bis 1989 und nochmals von 2009 bis 2019 Sitz und Stimme im Ortsbeirat des Pirmasenser Vorortes. In den Stadtrat gewählt wurde der damalige Pädagoge von 1979 bis 1984, außerdem von 1989 bis 1994 und von 1999 bis 2014.
Bis Ende der 80er Jahre leitete Hermann Krämer als Stellvertreter von Schulleiter Kurt Werling das altsprachliche Herzog-Wolfgang-Gymnasium (HWG) in Zweibrücken, das dann mit dem Helmholtz-Gymnasium zusammengelegt wurde. Am letzten Schultag des HWG ging Hermann Krämer, der als Fächer Latein und Altgriechisch unterrichtete, von Klasse zu Klasse und verabschiedete sich von jedem Schüler einzeln mit Handschlag.
„Er war eher ein etwas ruhiger und zurückhaltender Mensch“, erinnert sich der heutige Ortsvorsteher Dieter Clauer. Deswegen machte Krämer wenig Aufhebens um seine Person. Um Lob und Anerkennung ging es dem ehemaligen Oberstudiendirektor nie. Nach seiner Pensionierung ging er ganz in der ehrenamtlichen Arbeit auf. Insbesondere kümmerte er sich um die Senioren im Ort, war bei fast jedem Seniorennachmittag und -treffen, wobei er sich oftmals ans Klavier setzte und sich quasi als „Feierbiest“ gerierte.
„Auch hatte er einen guten Draht zu den Vereinen“, so Clauer. Ganz genau weiß er es nicht mehr, Krämer könnte sogar zu den Gründungsmitgliedern der einstigen Fördergemeinschaft Mehrzweckhalle Gersbach gehört haben. Optimismus statt Pessimismus, Fröhlichkeit statt Trübsal, das war Krämers Leitlinie. Beständigkeit und Bodenständigkeit prägten seinen persönlichen Weg. Politik, Wandern und Musik hielten ihn geistig und körperlich altersgemäß fit.
In den vergangenen fünf Jahren lebte Krämer bei seiner Lebensgefährtin in Freiburg, wo er auch am Samstag starb. Beerdigt wird Hermann Krämer am Montag, 10. Oktober, um 13.30 Uhr auf dem Gersbacher Friedhof.