Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Zittersieg des FK Pirmasens in Hauenstein

im Hintergrund beobachten Luca Eichhorn (links) und der starke Pirmasenser im SCH-Team, Timo Helfrich, diesen Zweikampf zwischen
im Hintergrund beobachten Luca Eichhorn (links) und der starke Pirmasenser im SCH-Team, Timo Helfrich, diesen Zweikampf zwischen Philipp Weishaar (links) und FKP-Stürmer Konstantinos Neofytos. Foto: Seebald

Mit 1:0 gewann Regionalligist FK Pirmasens am Dienstagabend im Verbandspokal-Achtelfinale beim SC Hauenstein, der vor 500 Zuschauern im Wasgaustadion dem haushohen Favoriten nur wenige Torchancen gestattete. Vom Drei-Klassen-Unterschied war wenig zu sehen. Ein abgefälschter Freistoß von Jonas Jung entschied die Partie.

Nicht wenige hatten sich so langsam auf eine Verlängerung eingestellt. Doch in der 79. Minute gab es nochmals Freistoß für Pirmasens aus halblinker Position etwa 30 Meter vom Tor entfernt. Jonas Jung, erstmals in einem Pflichtspiel für die erste FKP-Mannschaft von Beginn an auf dem Platz, flankte in Richtung langes Toreck. Von Hauensteins bärenstarkem Innenverteidiger Philipp Weishaar noch leicht abgefälscht, flog der Ball unhaltbar für Keeper Kevin Jung ins Tor.

„Es war das erwartet schwere Spiel. Hauenstein hat mit Mann und Maus verteidigt. Wir sind geduldig geblieben und haben das Ziel Weiterkommen erreicht. Das ist die Hauptsache“, kommentierte Torschütze Jung.

„Natürlich hatte der FKP mehr Spielanteile. Aber dass wir dann durch so ein Tor rausfliegen, war schon bitter. Aus dem Spiel heraus hatten die doch kaum etwas. Der FKP hat sich schwergetan, aber wir sind ja auch keine Gurkentruppe“, sagte Co-Spielertrainer Weishaar.

Den Gästen mangelte es an einer zündenden Idee. Der schlechte Rasen gilt nur bedingt als Ausrede. Insgesamt war zu wenig Tempo im Spiel des Regionalligisten, der erwartungsgemäß ein klares Ballbesitz-Plus verzeichnete. Nur zwei Chancen hatte der FKP im zweiten Durchgang. Luca Eichhorn schoss an den Außenpfosten (58.), Salif Cissé verzog nach einer Ecke knapp (72.). „Wir haben es versäumt, über außen zu spielen und es stattdessen zu oft durch die Mitte probiert. Am Ende haben wir aber unser Ziel erreicht. Das Wie ist letztlich scheißegal“, sagte David Becker, der als Kapitän den gesundheitlich angeschlagenen Marco Steil vertrat.

Die Pirmasenser trafen in der ersten Halbzeit zweimal ins Hauensteiner Tor. Doch Yannick Grieß stand bei seinem Kopfballtreffer (7.) nach Ansicht des Schiedsrichtergespanns im Abseits, was FKP-Trainer Patrick Fischer erzürnte: „Yannick läuft doch von hinten rein.“ Nach 26 Minuten traf Konstantinos Neofytos. Doch zuvor war seinem Mannschaftskollegen Eichhorn ein Handspiel unterlaufen.

Der SCH präsentierte sich gut organisiert und verteidigte lange Zeit geschickt. Spielertrainer Niklas Kupper hatte zwei Riesenchancen, ein Tor für den Landesligisten zu erzielen. In der 39. Minute scheiterte Kupper am gut reagierenden FKP-Keeper Benjamin Reitz; den Nachschuss semmelte Kevin Rose übers Tor. Noch klarer war die Gelegenheit nach 50 Minuten. Von Rose sehr gut freigespielt, brachte Kupper aus sechs Metern nur ein Schüsschen zustande; Reitz hielt mühelos. „Den ersten hält er sehr gut, beim zweiten fiel der Ball in ein Loch. Auf einem guten Rasen mache ich den wahrscheinlich“, merkte Kupper später dazu an und fügte hinzu: „Aber ein Riesenkompliment an mein Team. Jeder hat sich voll reingehauen. Natürlich hat uns der Platz in die Karten gespielt.“

Reitz hielt, was zu halten war, und zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Es war das erwartet schwere Derby. Aber insgesamt haben wir es gut gemacht und am Ende verdient gewonnen.“

Nun, verdient war der Sieg letztendlich. Allerdings war über weite Strecken ein Drei-Klassen-Unterschied nicht zu bemerken. „Pirmasens haben heute die Mittel gefehlt. Aber auf diesem Platz war es auch nicht einfach. Eine Verlängerung hätten wir verdient gehabt. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Landesliga“, sagte SCH-Torhüter Kevin Jung. Auch Hauensteins unermüdlich rackernder Kai Schacker zog nach der Partie eine positive Bilanz: „Wie zu erwarten war, hatte Pirmasens mehr Ballbesitz. Aber aus dem Spiel heraus hatten die kaum Chancen. Trotz der Niederlage können wir auf die Leistung stolz sein“, stellte Schacker fest.

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