Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Wasgauderby Hauenstein gegen Eppenbrunn in unerwarteter Konstellation

Kann mit seiner Mannschaft sehr zufrieden sein: Florian Opitz, Spielertrainer des Landesligisten SG Eppenbrunn.
Kann mit seiner Mannschaft sehr zufrieden sein: Florian Opitz, Spielertrainer des Landesligisten SG Eppenbrunn. Foto: Seebald

Zum zweiten Rückrundenspiel in der Fußball-Landesliga empfängt der SC Hauenstein am Sonntag um 14.45 Uhr die SG Eppenbrunn. Verbandsliga-Absteiger ist nur Zehnter, das aus der Bezirksliga aufgestiegene Eppenbrunn Dritter – diese Konstellation hat vor Saisonbeginn wohl niemand erwartet.

„Wenn ich vor drei, vier Jahren einem Eppenbrunner gesagt hätte, die SG steht mal 16 Punkte vor dem SCH in der Tabelle, hätte der mich für verrückt erklärt“, verdeutlicht Eppenbrunns Spielertrainer Florian Opitz, dessen Team nur zwei Punkte zu Platz zwei fehlen, der am Saisonende zu Verbandsliga-Aufstiegsspielen berechtigt. Trotzdem sei das erklärte Ziel immer noch der Nichtabstieg: „Diesem Ziel sind wir bereits ganz nahe gekommen. So können wir ohne Druck den nächsten Punkten nachjagen.“

Vier Erfolgsfaktoren

Außer guten Spielern, erfolgreicher Taktik und erfreulichem Trainingsbesuch nennt Opitz einen weiteren Grund für den Erfolg: die sehr gute Kameradschaft. „Da wächst immer mehr zusammen. Jeder ist auf dem Platz für jeden da. Auch außerhalb des Spielfeldes unternehmen die Spieler viel gemeinsam. Auch das macht den Erfolg aus“, betont der ehemalige Oberligaspieler.

Eitel Sonnenschein hier, Tristesse dort. Hauensteins wegen einer Mandelentzündung zuletzt zum Zuschauen verdammter Spielertrainer Niklas Kupper, der vorige Saison noch mit Opitz ein Spielertrainer-Duo in Eppenbrunn bildete, musste am letzten Sonntag erleben, wie sein Team eine 3:0-Führung aus der Hand gab und durch vier Gegentore in der Schlussphase noch 3:4 verlor. „Solch einen Vorsprung muss ich notfalls mit acht Mann ins Ziel retten. Aber aktuell geht bei vielen nach einem Gegentor die Angst um“, sagt Kupper.

Kupper spricht von „Seuche“

Er sieht personelle Probleme als Ursache fürs enttäuschende Abschneiden: „Dass wir in der gesamten bisherigen Runde so viele Verletzte und Kranke hatten, ist extrem bitter. Da weiß ich kaum noch, was ich sagen soll. Das kann ich nur als Seuche bezeichnen.“ Bereut habe er den Schritt zurück nach Hauenstein nicht. „Das ist und war zu keinem Zeitpunkt der Fall. Ich wollte das so haben, bei einem Verein, in dem etwas hinten dran steht, etwas aufbauen – und das will ich auch über die laufende Saison hinaus“, stellt Kupper klar.

Er selbst kann Sonntag wohl wieder mitwirken. Timo Helfrich – „ihn bräuchten wir dringend als Typ“ – trainiert wieder mit Ball und ist eventuell am Sonntag wenigstens im Kader. Torwart Kevin Jung fällt wegen Schulterschmerzen aus. Co-Spielertrainer Philipp Weishaar hat Adduktorenprobleme und war zudem krank – Einsatz ungewiss. Gino Padberg ist ebenso wie Dennis Leininger wieder dabei. Allerdings habe Padberg, so Kupper, noch Fitnessdefizite.

Dauenhauer kann nicht trainieren

Kein Thema war zuletzt Innenverteidiger Kevin Dauenhauer. „Aufgrund seiner Polizeiausbildung konnte er zuletzt drei Wochen nicht trainieren. Er war daher nicht dabei. Alles andere wäre unfair gegenüber den anderen Spielern. Mal abwarten, ob er am Freitag zum Training da sein kann“, informiert Kupper.

Bei den Eppenbrunnern fehlt lediglich Dennis Neb wegen einer Gesichtsverletzung. Nach den Worten von Opitz verfügt Hauenstein immer noch über eine gute Truppe, er sagt aber auch: „Für uns wird das Rückspiel ganz leicht. Die müssen, wir dürfen.“ Für Kupper sind am Sonntag die Gäste Favorit. „Die kommen mit breiter Brust, die haben einen Lauf und keine verletzten Spieler. Wir werden alles raushauen. Da müssen wir jetzt durch und gleichzeitig die Nerven bewahren“, sagt Kupper.

WEITERE LANDESLIGASPIELE

Der FC Fehrbach muss am Sonntag um 14.45 Uhr beim VfR Kaiserslautern antreten. 15 Minuten danach wird das Heimspiel der Sportfreunde Bundenthal gegen den SV Hermersberg angepfiffen. Die Bundenthaler haben aus den vergangenen vier Spielen zehn Punkte geholt und sich damit erst mal aus der Abstiegszone verabschiedet.

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