Pirmasens
Fußball: Sportlicher Leiter des SC Hauenstein hört auf [plus Kommentar]
Der sportliche Leiter des Fußball-Landesligisten SC Hauenstein, Alexander Hornung, verlässt zum Saisonende nach dann insgesamt dreieinhalb Jahren den Verein. Das teilte Hornung am Mittwoch mit.
Hornung war in Hauenstein erst Co-Trainer der A-Junioren, dann Co- und für ein halbes Jahr Cheftrainer sowie Spielleiter der ersten Mannschaft in der Verbandsliga. „Ich fremdele ein wenig mit der Rolle des sportlichen Leiters“, räumte der 41-jährige Lemberger ein. Er sei wohl noch ganz so weit für diese Aufgabe. In der kommenden Runde werde er entweder pausieren oder in einem anderen Verein als Trainer arbeiten. Hornung betonte: „Bis zum Ende der Runde werde ich hier mit voller Kraft weitermachen. Ich bin dem Verein sehr dankbar und scheide im Guten.“
In Sachen Trainer im Spieljahr 2020/21 werde, so Hornung, vermutlich bis zum Wochenende eine Entscheidung fallen – sowohl für die erste Mannschaft als auch für die Verbandsliga-A-Junioren.
Verlassen werden den SCH in der Winterpause Verteidiger Luca Wick (Ziel unbekannt) und Sechser Bastian Brauner. „Da geht es wohl in Richtung Eppenbrunn. Aber endgültig ist das nicht“, informierte Hornung. Brauner werde die gesamte Rückrunde nicht trainieren können, da er wegen seiner Polizeiausbildung auf dem Flughafen Hahn stationiert sei. Nach einem Gespräch mit Spielertrainer Niklas Kupper habe sich Brauner so entschieden. Neuverpflichtungen sind laut Hornung aktuell nicht angedacht.
KOMMENTAR: Ein Kümmerer
Wenn Hornung zum Saisonende beim SCH aufhört, muss eine große Lücke geschlossen werden – obwohl in seiner Zeit sportliche Erfolge ausblieben.
Erst Co-Trainer der A-Junioren, dann Co- und Cheftrainer der ersten Mannschaft, Spielleiter und jetzt sportlicher Leiter: Alexander Hornung hat in seinen bisher drei Jahren beim SC Hauenstein schon viele Funktionen gehabt: Am Ende der vergangenen Runde musste er, obwohl die Ergebnisse in der Rückrunde immer besser wurden, den Abstieg aus der Verbandsliga mitverantworten. Da der Sportclub in dieser Zeit immer größere finanzielle Abstriche verarbeiten musste, war die Chance auf den Verbandsliga-Verbleib aber ohnehin sehr gering gewesen.
Vor der laufenden Saison stellte Hornung zusammen mit dem neuen Spielertrainer Niklas Kupper einen eigentlich starken Kader zusammen, der von fast allen Vertretern der übrigen Landesligisten als Titelfavorit gehandelt wurde. Auch wenn der SCH seiner Favoritenrolle bisher nicht gerecht wurde – die Mannschaft hat sich zunehmend weiter entwickelt und hat sicher sehr gute Zukunftsaussichten.
Der Sportclub muss zukünftig einen hochmotivierten Mitarbeiter ersetzen, einen Kümmerer, der viele Bereiche im Verein engagiert abdeckte.