Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Schwierige Zeiten für SC Hauenstein und SF Bundenthal – Wasgauderby am Samstag

Erster der Landesliga-Torjägerliste: SCH-Spielertrainer Niklas Kupper.
Erster der Landesliga-Torjägerliste: SCH-Spielertrainer Niklas Kupper. Foto: bcr

Dass der SC Hauenstein in der Fußball-Landesliga nur im Mittelfeld zu finden ist, liegt auch an seinem Verletzungspech. Die Sportfreunde Bundenthal sind gar auf einen voraussichtlichen Abstiegsplatz abgerutscht. Am Samstag, 17 Uhr, treffen die beiden Vereine in Bundenthal zum Wasgauderby aufeinander.

Torhüter, Sechser und Top-Torschütze: Dem Sportclub Hauenstein droht der Ausfall einer ganzen Achse mit Ex-Oberligaspielern. Bei Stammkeeper Kevin Jung ist ein Band im Sprunggelenk gerissen. Er fällt höchstwahrscheinlich aus. Wegen anhaltender Rückenprobleme, die in fast alle Regionen des Körpers ausstrahlen, steht auch Timo Helfrich weiter nicht zur Verfügung. Ob Spielertrainer Niklas Kupper, mit 13 Treffern auf Platz eins der Landesliga-Torschützenliste, am Samstag mitwirken kann, steht noch in den Sternen. Bis Mittwoch war der zweimalige Oberligameister (mit SVN Zweibrücken und FK Pirmasens) krankgeschrieben. „Erst ging man von einer verschleppten Mandelentzündung aus. Aber das war es scheinbar doch nicht. Mittlerweile war ich bei drei Ärzten und muss noch Tabletten einnehmen. Ich muss abwarten, wie sich das bis Samstag bessert“, informierte der 27-Jährige.

Viele Verletzte, aber Padberg kehrt zurück

Auch für Stammspieler Dennis Leininger (Innenbandzerrung im Knie) reicht es laut Kupper bis zum Derby eher nicht. Dazu kommen die Langzeitpatienten David Jung und Yannick Roth (beide Kreuzbandriss). Kevin Schönborn trainiert nach Verletzungspause wieder, Abwehrspieler Gino Padberg, seit Anfang August verletzt, steht wieder zur Verfügung. „Gino ist fit und spielt am Samstag auch“, legt sich Kupper fest. Trotz des andauernden Verletzungspechs sei für den Verbandsliga-Absteiger mehr als der aktuelle achte Platz möglich gewesen.

In Bundenthal erwartet er eine ähnlich emotionale Partie wie im Verbandspokalmatch am 7. August, das der SCH durch zwei Kupper-Tore mit 4:3 nach Verlängerung gewann. Der SCH-Coach warnt sein Team: „Wenn wir den Kampf nicht annehmen und wie zuletzt in Zweibrücken auf schwierigem Gelände versuchen, alles spielerisch zu lösen, erhalten wir auch in Bundenthal die Quittung dafür.“

Ausgeruht

Die Hauensteiner kommen ausgeruht nach Bundenthal. Vorigen Sonntag fiel das Heimspiel gegen den SC Idar-Oberstein II den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer. Wie Kupper berichtet, begutachtete eine Platzkommission unter der Führung des Kreisvorsitzenden Edgar Wallitt das Grün in Hauenstein. Kupper: „Da hat es schon ganz schlecht ausgesehen. Und als es dann die ganze Nacht geschüttet hatte, wurde die Begegnung abgesagt.“

Nagy: Denke nicht an Rücktritt

Die Bundenthaler Sportfreunde kassierten mit dem 2:10 in Rodenbach bereits zum zweiten Mal in dieser Saison zehn Gegentreffer. An einen Rücktritt dachte Bundenthals Coach Stefan Nagy angesichts des neuerlichen Debakels nach eigenen Worten nicht. „Auf gar keinen Fall. Ich bin ein Kämpfer. Da müssten andere Dinge passieren. Wir hatten sehr gute Zeiten. Jetzt erleben wir eine schlechtere Phase. Aber da müssen wir durch“, sagt der in Hauenstein wohnende Trainer. Er hat sein Team am vergangenen Dienstag zusammengetrommelt und auf das Derby eingeschworen: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis. Ich habe eine andere Mentalität gefordert. Die Zuschauer und das Kerwespiel sollten uns zusätzlich pushen.“ Durch die vielen Studenten und Schichtarbeiter sei in Bundenthal der Trainingsbetrieb nicht unerheblich gestört.

WEITERE LANDESLIGASPIELE

Der auf den vorletzten Platz zurückgefallene FC Fehrbach muss am Samstag um 16 Uhr bei Spitzenreiter TuS Hohenecken antreten. Aufsteiger SV Hermersberg erwartet am Sonntag, 15.15 Uhr, den TuS Hoppstädten. 15 Minuten später ertönt der Anpfiff zum Heimspiel der zuletzt beim 0:5 in Kirn arg enttäuschenden SG Eppenbrunn gegen Mitaufsteiger SG Schmittweiler-Callbach/Reiffelbach-Roth (15.30 Uhr).

x