Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: SC Hauenstein steht vor Kerwederby gegen FC Fehrbach „etwas unter Druck“

Christof Seibel (rechts), der Kapitän des SC Hauenstein, mit Sebastian Donauer vom TuS Hohenecken.  Foto: VIEW
Christof Seibel (rechts), der Kapitän des SC Hauenstein, mit Sebastian Donauer vom TuS Hohenecken.

HAUENSTEIN/PIRMASENS. Nur vier Punkte aus den ersten vier Saisonspielen: Das hat man sich beim Fußball-Landesligisten SC Hauenstein gewiss anders vorgestellt. Im Kerwespiel am Samstag (Anstoß: 16 Uhr) gegen den FC Fehrbach daher „schon etwas unter Druck“, weiß auch der Spielertrainer des Verbandsliga-Absteigers, Niklas Kupper.

Den Druck mache sich die Mannschaft aber eher selbst; vom Verein werde er nicht ausgeübt. „Natürlich wollen wir vorne mitspielen und nicht um Platz zehn herumdümpeln“, stellt der Ex-Oberligastürmer klar. Er zeigt sich aber optimistisch, dass es aufwärts geht. Besonders ärgerlich sind für ihn die neun Gegentore in vier Spielen: „Das ist eindeutig zu viel. Das müssen wir als Mannschaft besser verteidigen. Teilweise lassen wir uns viel zu leicht ausspielen.“

Das war bei Hauensteins Abwehrpersonal nicht unbedingt zu erwarten. Doch der verbandsligaerfahrene Gino Padberg fehlt seit drei Wochen wegen eines Faserrisses in der Wade und wird noch einige Zeit ausfallen. Co-Spielertrainer Philipp Weishaar hat über ein Jahr kaum gespielt und braucht sicher noch Zeit, bis er wieder der Alte ist. Das gleiche gilt für Timo Helfrich (2013 mit Elversberg in die Dritte Liga aufgestiegen), der auch fast ein Jahr pausiert hatte. Der vom FK Pirmasens II zurückgekehrte Innenverteidiger Kevin Dauenhauer hat seit zwei Wochen wegen Knieproblemen kaum trainiert, beißt sich aber durch.

Lieblang wechselt zu SG Rieschweiler

Gegen Fehrbach baut der Coach auch auf Angreifer Kevin Rose, der bisher noch nicht das gezeigt habe, was er kann. „Er ist selbstkritisch, hat zuletzt sehr gut trainiert. Er musste auch schon auf Außen aushelfen und war auch verletzt. Ich sehe ihn als Neuner und das ist auch seine Lieblingsposition“, führt Kupper aus. Da Angreifer Thorsten Riggers erst am Freitag vor dem Spiel aus dem Urlaub kommt, dürfte Rose von Beginn an auflaufen. Kupper spielte in der Jugend beim FC Fehrbach und kennt die meisten Spieler des Gegners. Luca Lieblang, diese Saison beim SCH noch ohne Landesliga-Einsatz, ist zu Verbandsliga-Schlusslicht SG Rieschweiler gewechselt.

„Wir wollen die Klasse halten. Hauenstein gehört eigentlich nicht in die Landesliga. Wer hätte denn noch vor ein paar Jahren daran gedacht, dass Fehrbach zu einem Punktspiel beim SC Hauenstein antritt. Deshalb ist das für uns ein besonderes Spiel“, sagt Fehrbachs Spielertrainer Christian Singer. Die knappe Niederlage zuletzt gegen das Spitzenteam des SV Rodenbach habe gezeigt, dass der FCF auch mit starken Gegnern mithalten könne. Neben dem gesperrten Roman Schäfer muss Fehrbach auch die beruflich verhinderten Marco Schaaf und Dominique Wick ersetzen.

WEITERE LANDESLIGASPIELE

Die SG Eppenbrunn muss am Sonntag um 15.15 Uhr bei der ebenfalls vier Punkte aufweisenden SG VB Zweibrücken/Ixheim antreten. Die Sportfreunde Bundenthal empfangen zeitgleich Titelanwärter VfR Baumholder. Um 16 Uhr erwartet der mit vier Siegen gestartete Aufsteiger SV Hermersberg den VfB Reichenbach.

Zur Sache: FC Fehrbach geht in Berufung

Der FC Fehrbach legt gegen das Sportgerichtsurteil zum abgebrochenen Landesligaspiel gegen den VfR Kaiserslautern Berufung ein. Da sich der Schiedsrichter bedroht fühlte, hatte er am 11. August die Partie beim Stand von 2:0 für Fehrbach abgebrochen. Die Spruchkammer erklärte den VfR zum 2:0-Sieger und sperrte FCF-Spieler Roman Schäfer für acht Wochen. „In erster Linie geht es um die Wertung des Spiels. Die Entscheidung war völlig übertrieben. Der Schiedsrichter hätte es einfach gut sein lassen können“, sagte Fehrbachs Spielertrainer Christian Singer. Beide Teams waren dazu bereit gewesen, die Begegnung fortzuführen.

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