Pirmasens
Fußball: SC Hauenstein leistet sich Abwehrpatzer bei Landesliga-Derby in Eppenbrunn
Von Peter Seibel Der SC Hauenstein patzte am Sonntag mehrfach in der Defensive. So reichte es für den Verbandsliga-Absteiger im Wasgauderby der Fußball-Landesliga West beim kampfstarken Aufsteiger SG Eppenbrunn vor 200 Zuschauern nur zu einem leistungsgerechten 2:2 (1:1).
Die Gäste agierten vor allem in der Anfangsphase sehr leichtfertig. Nach neun Minuten gab Eppenbrunns Co-Spielertrainer Mounir Rabahi den ersten Warnschuss ab. Sein Freistoß aus halbrechter Position landete auf der Hauensteiner Torlatte. Nur eine Minute später lenkte SCH-Keeper Kevin Jung einen Schuss von Jan-Luca Hahn mit dem Fuß zur Ecke. Das 1:0 für die SGE drei Minuten später musste Jung auf seine Kappe nehmen. Einen Rückpass von Philipp Weishaar ließ der oberligaerfahrene Schlussmann unter der Sohle durchrutschen. Der in der Nähe lauernde Maximilian Kochmann traf ins leere Tor.
„Uns haben heute die richtigen Ideen gefehlt. Zudem haben wir Eppenbrunn die Tore geschenkt. So sind wir weit davon entfernt, vorne mitzuspielen. Das Unentschieden geht in Ordnung“, resümierte Hauensteins Spielertrainer Niklas Kupper, vorige Saison noch in gleicher Funktion bei der SGE tätig.
Dass es wenigstens ein Punkt wurde, hatte Hauenstein dem umtriebigen Kai Schacker zu verdanken. In der 23. Minute köpfte der diesmal in der Sturmspitze agierende Schacker nach Kuppers Freistoßflanke das 1:1. Sehenswert Schackers Führungstreffer (52.). Abermals lieferte Kupper die Vorarbeit. Schacker schlenzte den Ball dann überlegt von der Strafraumgrenze in den rechten Torwinkel – unhaltbar für Eppenbrunns Schlussmann Lars Bachert.
Doch die Führung hielt nur zwölf Minuten. Hauenstein konnte nach einer Ecke den Ball nicht klären. Eppenbrunns Robert Turcan brachte den Ball erneut vors Tor, und nach abermals zu kurzer Abwehr drosch Kochmann den Ball aufs Hauensteiner Tor. Jung konnte noch abwehren, aber den Abpraller beförderte Christopher Anschütz zum 2:2 über die Linie.
„Heute hat es in allen Bereichen gefehlt. Hinten hatten wir individuelle Fehler, und in der Offensive ging nicht viel“, haderte Hauensteins ebenfalls mitspielender Co-Trainer Weishaar. Im Gegensatz zum Verbandspokalspiel am vergangenen Mittwoch gegen Bundenthal (4:3) hatte der SCH Frederic Keller und Bastian Brauner auf der Bank belassen. Dafür standen Tim Scherer und Luca Wick von Beginn an auf dem Platz. Christof Seibel wechselte von der rechten Außenbahn – dort spielten abwechselnd Kupper oder Scherer – mit Erfolg auf die Sechser-Position.
Eine Viertelstunde vor dem Ende donnerte Hauensteins Scherer den Ball nach einer abgewehrten Ecke aus 35 Metern Entfernung per Aufsetzer in die Maschen. Doch Schiedsrichter Jonas Isufaj erkannte den Treffer nicht an, weil wohl ein im Abseits stehender Hauensteiner Torwart Lars Bachert die Sicht verdeckt hatte. In den Schlussminuten wurde offensichtlich, dass den Hauensteinern die 120 Pokalminuten in den Knochen steckten.
Eppenbrunns Trainer Florian Opitz war nach dem Spiel hoch zufrieden. „Wille und Zusammenhalt haben uns den Punkt beschert. Die Vorgaben wurden voll erfüllt. Wir wollten ein Spitzenteam ärgern. Die Dreier müssen wir gegen andere holen“, sagte Opitz.
So spielten sie
SG Eppenbrunn: Bachert – Eichhorn, Anschütz, Neb, Schmitt – Bogdan, Turcan – Jan-Luca Hahn, Rabahi (90. Mayer), Marvin Hahn – Kochmann (84. Buchheit)
SC Hauenstein: Jung – Wick, Weishaar, Dauenhauer, Ochs – Seibel, Leininger – Kupper, Rose (80. Riggers), Scherer – Schacker (72. Kästner)
Tore: 1:0 Kochmann (13.), 1:1, 1:2 Schacker (23., 52.), 2:2 Anschütz (64.) - Gelbe Karten: Bogdan – Dauenhauer, Kästner, Scherer, Weishaar – Beste Spieler: Anschütz, Bogdan, Turcan – Dauenhauer, Schacker, Seibel – Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Isufaj (Weingarten).