WAHL VERSCHOBEN
Fußball: Kreisschiedsrichter-Obmann Vollmar steht für weitere vier Jahre bereit
Von der Entscheidung des Südwestdeutschen Fußball-Verbandes am Freitag, den Spielbetrieb für mindestens zwei Wochen auszusetzen, sind auch die Referees im Kreis betroffen: Alle Schiedsrichtertage sind abgesetzt und werden neu terminiert.
„Auf dem Papier noch 85“
„Man ist Mädchen für alles.“ So beschreibt der 59-jährige Vollmar seinen Job. Als Obmann ist er für die Einteilung und die Schiri-Beobachtung zuständig.
Der in Pirmasens arbeitende Mauschbacher gehört seit 1993 zur pfeifenden Zunft. Er findet, es gab schon mal rosigere Schiri-Zeiten. „Vor acht Jahren hatten wir im Kreis noch 130 Schiedsrichter, aktuell sind es auf dem Papier noch 85“, sagt er. Es sei schwer, zuverlässige Leute zu finden, bei den 30- bis 50-Jährigen klaffe eine beklagenswerte Lücke.
Hemmschwelle gesunken
Dass das Interesse wegen eines rauer gewordenen Umgangs mit den Unparteiischen nachgelassen habe, kann er nicht bestätigen. „Ich kann nur Spiele beurteilen, die ich selbst gesehen habe“, sagt er. Es sei wohl so, dass über wirklich schlimme Fälle – solche mit Handgreiflichkeiten – besonders intensiv berichtet werde. Aber Vollmar denkt schon, dass die Situation der Spielleiter zumindest nicht besser geworden ist. Die Hemmschwelle, sich mit den Referees anzulegen, sei gesunken. Es liege freilich auch an den Schiris selbst, ob ein Spiel problematisch werde oder nicht. Mit all seiner Erfahrung sagt Ralf Vollmar: „Der Schiedsrichter sollte derjenige auf dem Feld sein, der am wenigsten auffällt.“
Lebenserfahrung
Wenn sich ein junger Mensch für eine Laufbahn als Regelwächter entscheide, profitiere er persönlich davon. Vollmar nennt das Stichwort „Selbstbewusstsein“, man gewinne Lebenserfahrung. Wichtig sei Kommunikationsfähigkeit, gerade im Hinblick auf mögliche Reibereien mit Spielern, Betreuern und Zuschauern.