Pirmasens
Fußball: „In die Wiege gelegt“ – Interview mit Florian Eder, Sportvorstand in Hinterweidenthal
Florian Eder hat beim SV Hinterweidenthal vor der Runde das Amt des langjährigen Sportvorstands Andreas Humbert übernommen. Peter Seibel sprach mit dem 32-Jährigen über den aktuellen Höhenflug von Hinterweidenthals Bezirksliga-Fußballern, die mit 22 Punkten aus neun Spielen Rang zwei belegen.
Herr Eder, es könnte aktuell kaum besser laufen – oder?
Wir sind sehr zufrieden. Aktuell läuft es einfach, obwohl wir etliche Verletzte haben. Aber wir betreiben zusammen auch außerhalb des Spielfelds viel Aufwand. Wir sind eine richtige Mannschaft. Das unterscheidet uns sicher von einigen anderen Teams.
Haben Sie nach der Auftaktniederlage in Schopp geglaubt, dass der SVH nach neun Spieltagen mit der besten Abwehr auf dem zweiten Platz liegt?
Das waren damals sehr schlechte Voraussetzungen. Etliche Spieler fehlten aus unterschiedlichen Gründen, auch der Stammkeeper stand nicht zur Verfügung. Es lag aber nicht an dessen Vertreter Daniel Müller. Wir haben auch schlecht gespielt. Aber ich war mir sicher, dass wir uns fangen. Und wir besaßen auch schon vergangene Saison eine super Abwehr.
Sie sind schon sehr lange im Verein. Wie kam es dazu, dass Sie vor der Saison Andreas Humbert beerbten?
Mein Vater war schon Vorstand beim SVH. Ich selbst war schon als junger Kerl im Ausschuss – seit nun zwölf Jahren. Ich denke, das ist mir irgendwie in die Wiege gelegt worden.
Wie unterstützen Sie die Mannschaft?
In allen organisatorischen und logistischen Angelegenheiten. Ich versuche, das Trainerteam so weit zu entlasten, dass es sich ausschließlich um Fußball kümmern kann.
Ein Sieg im Heimspiel am Sonntag gegen den TuS Bedesbach-Patersbach und es kommt eine Woche später zum Topspiel gegen Spitzenreiter Steinbach …
Wir wollen absolut, dass es so kommt. Es wäre cool, dann zu unserer Kerwe so ein Spiel vor vielen Zuschauern zu haben. Aber erst haben wir Bedesbach vor der Brust. Dann sehen wir weiter.
Zur Person: Florian Eder
Florian Eder ist ledig, aber liiert. Der studierte Logistiker wohnt in Hinterweidenthal und arbeitet als Vermögensberater. Er begann mit dem Fußballspielen beim SV Hinterweidenthal, wechselte dann als D-Jugendlicher zum SC Hauenstein. Dort spielte er bis ins zweite B-Junioren-Jahr. Nach einer Fußballpause schloss sich der Linksfuß dem FC Dahn an, wo er nach einem Jahr A-Jugend noch eineinhalb Jahre in der Landesligamannschaft agierte. Seit 2006 ist Eder wieder in Hinterweidenthal und spielt aktuell in der zweiten Mannschaft.
WEITERE BEZIRKSLIGASPIELE
Der SC Weselberg, nach vier Siegen in Serie auf Rang sechs vorgerückt, spielt am Samstag (Anstoß: 16 Uhr) beim Tabellenletzten ASV Winnweiler, der im Schnitt 5,2 Gegentore pro Spiel kassiert. Der SV Herschberg gastiert am Sonntag, 15 Uhr, beim punktgleich auf dem viertletzten Platz liegenden FV Weilerbach.