Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: FKP-Trainer Patrick Fischer sieht „unheimlich gewillte Mannschaft“ [Interview]

Sieht sein Team gut vorbereitet für die restlichen 14 Saisonspiele: FKP-Trainer Patrick Fischer.
Sieht sein Team gut vorbereitet für die restlichen 14 Saisonspiele: FKP-Trainer Patrick Fischer.

Der abstiegsbedrohte Fußball-Regionalligist FK Pirmasens macht am Samstag (14 Uhr) bei Eintracht Trier das letzte Testspiel seiner Wintervorbereitung. Eine Woche darauf geht es dann auf der Husterhöhe gegen den SSV Ulm erstmals in 2020 wieder um Punkte. Peter Brandstetter sprach mit FKP-Trainer Patrick Fischer.

Herr Fischer, eine Wintervorbereitung auf der Husterhöhe ohne Schnee, ohne Trainingsausfall – damit haben Sie wohl nicht gerechnet?
(lacht) In meinen siebeneinhalb Jahren als Trainer auf der Husterhöhe hatten wir noch keinen so milden Winter. Aber es war gerade für uns als Trainer im Regen schon ziemlich eklig. Aber es ist richtig: Wir konnten alles auf dem Platz durchziehen.

Wo steht Ihre Mannschaft eine Woche vor dem ersten Regionalligaspiel im neuen Jahr?
Wo man tatsächlich steht, weiß man erst nach dem Spiel gegen Ulm. Auf jeden Fall stimmen Fitness und Ausdauer, wie man am Mittwoch beim Sieg in Saarbrücken gesehen hat, als wir auch schon wieder sehr spritzig waren. Die Spieler haben offenkundig alle ihre Aufgaben in der Winter-Trainingspause erfüllt und dann im Training sehr gut gearbeitet. Auch die Abläufe im Spiel stimmen, die erste Halbzeit in Saarbrücken war überragend.

Da Großaspach in der Dritten Liga schon neun Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz liegt, muss man von vier Absteigern in der Regionalliga Südwest ausgehen. Der FKP liegt aktuell sechs Punkte hinter dem Fünftletzten Aalen und sieben hinter dem Sechstletzten Alzenau, die beide am Samstag noch Nachholspiele haben. Wie sehen Sie die Chancen, den Abstieg zu verhindern?
Wir können das Abschneiden von Großaspach und den Ausgang der beiden Nachholspiele nicht beeinflussen. Wir müssen auf uns schauen. Wir alle – Spieler, Trainer, Präsidium – sind voll überzeugt, dass wir das schaffen, auch wenn wir natürlich einen schwierigen Weg gehen müssen. Die Mannschaft ist unheimlich gewillt. Aber natürlich werden wir die restlichen 14 Spiele nicht alle gewinnen. Wenn wir gegen Ulm verlieren, was normal wäre angesichts des Ulmer Etats von 3,5 Millionen Euro, haben wir danach immer noch 13 Spiele zu machen. Wir werden beißen bis zum Schluss.

Welche Folgen hätte ein Abstieg in die Oberliga?
Wir müssten dann wieder kleinere Brötchen backen, weil dann vermutlich nicht mehr ganz den jetzigen Etat zur Verfügung hätten. Und es würden uns wohl einige Spieler verlassen. Das war ja nach dem letzten, ziemlich bitteren Regionalliga-Abstieg als Sechstletzter auch so. Damals konnten wir das durch unsere Oberliga-U23 gut auffangen. Ein Abstieg wäre bei einem Vergleich unseres Etats mit dem der anderen Vereine ganz normal. Aber wir sind noch im Rennen. Wir punkten eben damit, dass wir der etwas andere Verein in der Regionalliga sind, in dem es familiär zugeht, in dem der Zusammenhalt groß ist.

Wer wird in der Spitze spielen: Konstantinos Neofytos oder Dennis Krob? Täuscht der Eindruck, dass Neofytos im Moment die Nase vorne hat?
„Neo“ ist in seiner sehr guten Form, Dennis ist auch wieder in Form. Warum nicht auch mal beide?

Ist die Startelf vom 2:1-Testspielsieg in Saarbrücken wahrscheinlich auch die erste Elf im ersten Punktspiel in 2020?
Acht, neun Spieler sind ziemlich sicher, bei zwei, drei Spielern muss man noch überlegen, wer für die jeweilige taktische Ausrichtung der richtige Mann ist. Weil aber immer ein Spieler krank werden oder sich verletzen kann, muss jeder in den Startlöchern sitzen.

Seit dem Rücktritt von Attila Baum gibt es keinen sportlichen Leiter mehr. Dessen Aufgaben sind auf mehrere Schultern verteilt. Funktioniert diese Lösung?
Aktuell läuft’s gut. Es bleibt nichts liegen.

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