Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: FK Pirmasens zieht mit 8:0-Sieg ins Verbandspokal-Achtelfinale ein

Entschied mit seinen Treffern zum 2:0 und 3:0 die Partie: Jonas Jung (Bildmitte), der hier den Steinbacher Marcus Frank austrick
Entschied mit seinen Treffern zum 2:0 und 3:0 die Partie: Jonas Jung (Bildmitte), der hier den Steinbacher Marcus Frank austrickst. Hinten schaut Manuel Grünnagel zu.

Der FK Pirmasens ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Mit 8:0 siegte der Fußball-Regionalligist am Mittwochabend in der vierten Verbandspokalrunde bei Bezirksliga-Tabellenführer TuS Steinbach. Der einen Tag zuvor verpflichtete Ex-Uerdinger Dennis Chessa erzielte bei seinem gut halbstündigen Debüt gleich ein Tor.

Groß glänzen konnte Dennis Chessa nicht – musste er aber auch nicht. Als der Ex-Zweitligaprofi in Minute 57 aufs Feld kam, waren für „die Klub“ die Weichen in Richtung Achtelfinale allerdings schon gestellt. Immerhin: Sieben Minuten vor dem Ende durfte Chessa seinen ersten Treffer im FKP-Trikot bejubeln. „Wir haben gut gepresst, der Torhüter hat ihn raushauen wollen – und hat mich angeschossen“, sagte Chessa, fast entschuldigend mit den Schultern zuckend. Egal – es war das 7:0, inzwischen ein standesgemäßes Resultat.

„Es hat Spaß gemacht, nach gut drei Monaten mal wieder spielen zu können. Ist halt doch etwas ganz anderes als nur Training“, erzählte Chessa kurz nach dem Schlusspfiff. Erster Gratulant zu Spielpremiere und Treffer: Trainer Patrick Fischer. Zweiter: Sven Sellentin, noch verletzt zuschauend und schmerzlich vermisster Außenstürmer. „Wir beide machen’s demnächst gemeinsam“, gab sich Sellentin optimistisch. Er will übernächsten Samstag gegen Elversberg wieder im Kader stehen.

Als Chessa kam, hatte sein Team bei den vier Klassen tiefer kickenden Steinbachern eine Schippe draufgelegt und mehr Zug Richtung Steinbacher Tor entwickelt, als das noch vor dem Pausenpfiff der Fall war. „Wir waren ein bisschen langsam vor der Pause, haben die Räume nicht so gut genutzt“, sagte Fischer. „Aber das ist ja auch nicht so leicht – wir trainieren das ja nicht, was wir hier gespielt haben.“ Klar, die Steinbacher hatten die Gäste das Spiel nach Belieben gestalten lassen. Am rechten Pfiff mangelte es dem FKP da aber noch.

Nach Pause Schippe draufgelegt

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, als die Südwestpfälzer druckvoller zur Sache gingen. 55. Minute: Sascha Hammann lässt von links einen Kracher ab, Torwart Dominic Korz pariert toll zur Ecke. Die serviert Eichhorn, abgewehrt. Lars Ößwein zieht aus fast derselben Situation ab wie zuvor Hammann, wieder ist Korz da. Der Keeper betrieb in dieser Phase zehn Minuten nach Wiederbeginn Schadensbegrenzung. Dass es Fischers Elf aus der Ferne probierte, war ein gutes Rezept: Warum dorthin gehen, wo’s weh tut und womöglich Verletzungen riskieren?

Immerhin führte der FKP inzwischen mit 2:0, nachdem Jonas Jung die doch magere Halbzeitführung sieben Minuten nach Wiederanpfiff ausgebaut hatte. Das Törchen, das Sturmspitze Konstantinos Neofytos schon in der zehnten Minute erzielt hatte, war definitiv zu wenig. Es spiegelt allerdings auch nicht die Überlegenheit der Gäste wider. Die hatten am Donnersberg bis auf wenige Szenen die totale Kontrolle, ließen sich lediglich in drei Szenen ein wenig foppen – vor allem von Steinbachs Offensivmann Enes Ülkü.

FKP hat alles unter Kontrolle

Spätestens mit Jungs Treffer zum 3:0 war der Abend aus Pirmasenser Sicht abzuhaken, zumal der eben eingewechselte Christoph Batke das 4:0 folgen ließ. Fortan plätscherte die Begegnung, die 511 zahlende Zuschauer angelockt hatte, nur noch so dahin. Die Pirmasenser spazierten locker an nun merklich müde gewordenen Steinbacher Abwehrbeinen vorbei. Die knickten ein bei Dennis Krobs 8:0 fünf Minuten vor dem Ende.

Immerhin: Nicht zweistellig, Grund zur Freude für die wackere Elf von TuS-Trainer Timothy Hanauer. „Die haben das ja nicht schlecht gemacht“, zollte Fischer den Gastgebern artig ein Lob.

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