Pirmasens
Fußball: Felix Burkhard, der Torjäger des SV Hinterweidenthal
Auch wenn er am Mittwochabend beim 2:1-Sieg im Nachholspiel beim TuS Bedesbach-Patersbach nicht zu den Torschützen zählte, so hat Stürmer Felix Burkhard doch großen Anteil daran, dass der SV Hinterweidenthal in der Fußball-Bezirksliga nun schon 17 (!) Spiele in Folge ungeschlagen ist.
Bereits 18 Tore hat Burkhard erzielt. „Am Anfang habe ich etwas gebraucht, um in Tritt zu kommen und einige hundertprozentige Gelegenheiten liegenlassen. Zum Glück hat uns das fast nie Punkte gekostet. 18 Tore sind okay“, sagt der 27-Jährige, der vor der Saison vom FC Queidersbach zum bereits dritten Mal in seiner Karriere zum SV Hinterweidenthal wechselte.
Bundesliga-Aufstieg mit FKP
Mit dem Fußball begann Felix Burkhard in seinem Heimatdorf Busenberg. In der D-und C-Jugend spielte der schnelle Angreifer dann in Hinterweidenthal, als B-und A-Junior beim FK Pirmasens. Mit dem FKP schaffte er in der Saison 2008/09 als Regionalligameister den Aufstieg in die U17-Bundesliga. Zwei Jahre später trug er als A-Junior zum Aufstieg des zweiten FKP-Herrenteams in die Bezirksliga bei. Gegen Ende der Saison 2010/11 hatte er auch fünf Oberliga-Kurzeinsätze bei den Pirmasensern unter Trainer Peter Tretter.
Unter Sascha Hildmann gespielt
Im Januar 2012 kehrte Burkhard für eineinhalb Jahre zum SV Hinterweidenthal zurück. Der SC Hauenstein (sieben Oberliga-Einsätze in der Saison 2013/14 unter dem späteren FCK-Trainer Sascha Hildmann), der FC Dahn und der FC Queidersbach waren weitere Stationen, bevor er diesen Sommer wieder nach Hinterweidenthal zurückkehrte. „In Queidersbach hat es keinen Spaß mehr gemacht. Mir haben die Kollegen gefehlt. Und ich habe ja gewusst, was mich in Hinterweidenthal erwartet und dass die Kameradschaft hier super ist“, erzählt Burkhard.
Weitere Argumente pro Hinterweidenthal: Seine Freundin kommt aus der Gegend, seine Eltern wohnen ebenfalls in der Region. Die Fahrt von seinem Wohnort Dansenberg – Burkhard arbeitet für die in Kaiserslautern ansässige Firma Hilti im Außendienst – zum Training sei kein Problem. Er verbringe eh viel Zeit im Auto und verbinde das Training mit Besuchen zu Hause.
Hinterweidenthals Trainer Denis Jung ist mit dem Stürmer aktuell hochzufrieden. „Er ist bestens integriert und spielt sehr mannschaftsdienlich. Wenn er sich weiter so präsentiert, ist das überragend“, lobt Jung. Trotz zweier Ampelkarten habe sich Burkhard auch in Sachen Disziplin stark verbessert. Jung: „Ich muss ihn da mal in Schutz nehmen. Er muss sehr, sehr viel einstecken. Und bei den Platzverweisen war nichts mit Meckern dabei.“ Burkhard ergänzt: „Ich bin eben emotional und sicher nicht der ruhigste Spieler auf dem Platz. Mir wurde aber auch von außen bestätigt, dass die Gelb-Roten Karten ziemlich überzogen waren.“
Spitzenspiel am Sonntag
Gestützt auf die beste Abwehr der Liga (nur elf Gegentreffer in 18 Spielen) hat Hinterweidenthal bereits elf Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten aus Weselberg herausgearbeitet. Zwölf Punkte beträgt die Differenz zum Tabellenvierten, dem am Sonntag (Anstoß: 14.15 Uhr) in Hinterweidenthal gastierenden SV Schopp, der allerdings ein Spiel weniger absolviert hat. Das Schopper Team um Mario Forster, der mit 25 Treffern die Liga-Torschützenliste anführt, brachte Hinterweidenthal am 27. Juli die bislang einzige Saisonniederlage bei.
Aufstiegsspiele sind das Ziel
„Was die Mannschaft bisher geleistet hat, ist hervorragend. Wir haben uns eine fantastische Position erspielt“, sagt Jung, der gegen Schopp seinen Mittelfeldmotor und Co-Trainer Daniel Tretter nach verbüßter Rot-Sperre wieder aufstellen darf. Torjäger Burkhard beschreibt die Lage so: „Tabellenführer Steinbach spielt sehr konstant. Natürlich hoffen wir darauf, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die einen Einbruch erleiden. Aber der zweite Platz ist natürlich ein Thema.“ Und der Vizemeister bestreitet am Saisonende Landesliga-Aufstiegsspiele gegen den Zweiten der Bezirksliga Nahe. Durch den schwer erkämpften Sieg in Bedesbach, bei dem Marius Schäfer und Marc Kaufmann für den SVH trafen, hat Hinterweidenthal nur noch zwei Punkte Rückstand auf Steinbach, doch hat der ungeschlagene Spitzenreiter vom Donnersberg eine Partie weniger ausgetragen.
WEITERE BEZIRKSLIGASPIELE
Samstag: SV Herschberg - SV Nanzdietschweiler (14.45 Uhr), SG Rieschweiler II - ASV Winnweiler (15 Uhr)
Sonntag: TuS Landstuhl - SC Weselberg (14.30 Uhr).