Pirmasens
Fußball: Baum kündigt neuen Stürmer für FK Pirmasens an
Nur zwei Tore in sieben Spielen – das Problem des FK Pirmasens ist offensichtlich. Mit dem 1:1 gegen den Bahlinger SC holte die Mannschaft von Trainer Patrick Fischer wenigstens ihren ersten Punkt und sie spielte so viele klare Torchancen heraus wie in sonst keiner Partie dieser bisher so unerfreulichen Regionalligasaison.
VON PETER BRANDSTETTER
„In den ersten drei Spielen ist die Mannschaft nicht auf ihr Level gekommen. Jetzt geht die Tendenz nach oben. Wir hätten schon gegen Freiburg und in Aalen punkten können, jetzt haben wir ein Unentschieden gegen Bahlingen erreicht, mit dem wir leben könnten, wenn wir nicht vorher sechsmal verloren hätten.“ So fasst Attila Baum, der sportliche Leiter des FKP, die Lage und damit das Arbeitsergebnis des neuen Cheftrainers Patrick Fischer zusammen. Baum gefielen am Samstag das stärker werdende Selbstvertrauen und das Engagement der Mannschaft: „Jeder wirft alles rein, was er hat.“
Doch der Torabschluss ist weiter ein Riesenproblem. Diese Saison erzielten die Pirmasenser bislang nur zwei Tore in zehneinhalb Stunden Spielzeit – eines gelang Innenverteidiger Marco Steil gegen Saarbrücken nach einer Freistoßflanke, das andere machte der ansonsten im Abschluss weiter erfolglose Dennis Krob gegen Bahlingen mit einem souverän verwandelten Elfmeter.
Also noch kein Treffer aus dem Spiel heraus, obwohl es am Samstag einige sehr ansehnliche Spielzüge über die Außen und daraus resultierend gute Torchancen zu sehen gab. Da nutzten die Pirmasenser aus, dass der Aufsteiger vom Kaiserstuhl in seinem 3-5-2-System zwar nicht schlecht nach vorne spielt, aber hinten auf den Außenpositionen anfällig ist. Sascha Hammann und Philipp Schuck sorgten da in der ersten Halbzeit auf der linken Seite mit ihrem couragierten Auftritt immer wieder für Torgefahr. Im rechten Mittelfeld hatte auch Djibril Diallo in seinem ersten Regionalligaspiel von Beginn einige gute Szenen. Vor allem provozierte er mit seinem Vordringen in den BSC-Strafraum den Foulelfmeter zum 1:0. „Wir haben guten Fußball gespielt, aber wir machen – bis auf den Elfer – den Ball einfach nicht rein“, sagte Kapitän Marco Steil.
Mit zwei derzeit nicht unter Vertrag stehenden Stürmern ist Kaderplaner Baum nach eigenen Worten „in sehr, sehr konkreten“ Gesprächen und kündigte am Samstagabend an: „Es wird nächste Woche zu einem Abschluss kommen.“ Er sei davon überzeugt, dass es möglich ist, trotz des katastrophalen Starts „noch drei Mannschaften hinter“ sich zu lassen. In den kommenden „fünf Kracherspielen“ (in Offenbach, gegen Elversberg, in Homburg, bei Hoffenheim II und gegen Steinbach) müsse eben mal ein überraschender Sieg her. Sehr schwer wiege, dass der vom FC Homburg gekommene Sven Sellentin aufgrund neuerlicher muskulärer Probleme erst zweimal eingesetzt wurde: „ein Riesenverlust.“
Die personelle Lage war am Samstag durch fünf Ausfälle so eng, dass ein Kaderplatz unbesetzt blieb, obwohl aus der zweiten Mannschaft erneut Jonas Jung aufgerückt war. Der eingewechselte Lars Ößwein spielte die letzten 19 Minuten im rechten Mittelfeld, obwohl er eindeutig ein Mann für die linke Seite ist. Trainer Fischer: „Am Ende hatte ich vier defensive Außenbahnspieler auf dem Platz.“