HANDBALL RHEINPFALZ Plus Artikel FSG Hauenstein/Rodalben: Seibel-Gala bei Derbysieg

Überragend: die Hauensteinerin Annalena Seibel (in Rot), die 15 Tore warf und sich hier gegen Noelle Öhl von der HSG Trifels dur
Überragend: die Hauensteinerin Annalena Seibel (in Rot), die 15 Tore warf und sich hier gegen Noelle Öhl von der HSG Trifels durchsetzte.

Annalena Seibel und Luisa Seibel entschieden das Pfalzliga-Derby gegen die HSG Trifels am Samstagabend als kongeniales Duo für ihre FSG Hauenstein/Rodalben. Die eine hielt beim 26:18 (fast) alles, die andere traf (fast) alles. Und das, obwohl die Torjägerin kurz vor der Pause einen Schock zu überstehen hatte.

Es passierte beim Treffer zum 11:8: Annalena Seibel hatte den Tempogegenstoß gerade erfolgreich abgeschlossen, da bekam sie den Fuß der HSG-Torfrau in die Rippen, ihr blieb die Luft kurzzeitig weg. Doch es sah schlimmer aus, als es war. Mit dem Wiederanpfiff stand Seibel wieder unter dem Applaus des FSG-Anhangs auf dem Feld und setzte das muntere Toreschießen fort.

Besser als in Videos

„Zu Beginn hatten wir Annalena Seibel gut im Griff, Paula Hack kam ja erst später auf das Feld“, sagte HSG-Aushilfstrainer Dominic Scheid, der den wegen eines Trauerfalls abwesenden Arnel Mesic vertrat. Er hatte sich gut vorbereitet, wie er sagte – und wurde überrascht. Der Torwart hatte sein Augenmerk auf Luisa Seibel im FSG-Tor gelegt: „Aber die war viel stärker, als ich dies von den Videos her gesehen habe.“ Obwohl Luisa Seibel erkältet ins Spiel gegangen sei, habe sie „eine super Leistung gezeigt“, fand auch FSG-Trainer Björn Stoll mit Blick auf unter anderem sechs gehaltene Strafwürfe. „Das tat natürlich richtig weh“, stellte Schad fest und kritisierte: „Wir haben die tief geschossen. Als wir dann hoch abgeschlossen haben, waren sie auch drin.“

Stoll wähnte sich zunächst im falschen Film: „Den Anfang haben wir komplett verschlafen.“ Nach zehn Minuten nahm er eine Auszeit, sprach „zwei, drei Sachen“ an und brachte die ebenfalls stark erkältete Hack. „Danach wurde es besser – nicht schön, aber souverän und hinten stabil“, meinte Stoll.

Immer wieder Tempogegenstöße

Weil die HSG sich zunehmend technische Fehler leistete, konnte die Stoll-Sieben immer wieder Annalena Seibel „auf die Reise schicken“, also in Tempogegenstoß-Situationen bringen. So wurde das Spiel nicht nur schon vor der Pause gedreht. Nach der Pause wurde das Ergebnis immer klarer, obwohl sich Kreisspielerin Annkatrin Stretz noch am Knie verletzte – „hoffentlich nichts Schlimmes“, so Stoll – und somit der komplette etatmäßige FSG-Mittelblock in der Abwehr fehlte: „Das mal eben so zu kompensieren, ist auch nicht ganz so einfach“, betonte Stoll daher seine Zufriedenheit mit der Defensivleistung, mit der die HSG ihre Probleme hatte. „Im Rückraum haben wir nicht unsere Stärke. Die hätten wir gegen die 6-0-Abwehr der FSG gebraucht. Insgesamt waren wir nicht effizient genug, bei Strafwürfen, aber auch über außen und den Kreis“, erklärte Schad.

SO SPIELTEN SIE

FSG Hauenstein/Rodalben: Luisa Seibel - Müller, Dausch (3), Lena Seibel - Ferkah, Annalena Seibel (15) - Stretz; Hack (5/1), Stumpf, Heisel, Siegel (3)

Spielfilm: 1:4 (10.), 8:5 (20.), 11:8 (Halbzeit), 18:12 (44.), 26:18 (Ende) - Siebenmeter: 1/1 - 10/4 - Zeitstrafen: 5:0 - Zuschauer: 80 - Schiedsrichter: Wiese (Wörth).

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