Handball
Frauen der TS Rodalben präsentieren sich beim eigenen Turnier überraschend gut
Am Ende sprang Platz drei für die Rodalber Frauen heraus – und die Gewissheit, dass das Debütturnier um den eigenen TSR-Cup wohl nicht das letzte war. Denn der 1. TSR-Cup ist gut angekommen: Alle Teilnehmer des ersten Frauen-Handballturniers der Turnerschaft Rodalben haben angekündigt, nächstes Jahr wieder zu kommen. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde der luxemburgische Erstligist Chev Diekirch, der im Finale den pfälzischen Verbandsligisten HSG Mutterstadt/Ruchheim mit 10:4 bezwang. Dritter wurden die TSR-Damen nach einem 9:5-Sieg über die FSG Illtal/Schaumberg.
„Mit dem dritten Platz in dem gut besetzten Feld wurden meine Erwartungen übertroffen. In Anbetracht der schwierigen Vorbereitung bin ich überrascht“, sagte der neue TSR-Trainer Timo Steinbach. Das Turnier, dessen Spiele jeweils zweimal zehn Minuten dauerten, verlief ohne größere Zwischenfälle oder Verzögerungen. Trotz schwüler Hitze kämpften alle Mannschaften mit Leidenschaft um den Sieg.
Rodalben ohne die verletzten Hack und Schäfer
Ohne einige verletzte Spielerinnen wie Paula Hack (Ellenbogenprobleme) und Madeleine Schäfer (Handbruch) begann die TSR gegen die TS Mühlburg. Gegen die körperlich robusten Badenerinnen führte die Turnerschaft nach der ersten Halbzeit mit 6:1. In der zweiten Hälfte kam Mühlburg zunächst besser ins Spiel – nur noch 7:4 (14.). Danach trafen bis zum 10:4-Endstand durch Franziska Dietrich nur noch die TSR-Mädels.
„In Anbetracht der Verletzungen bin ich überrascht. Besonders gut gefiel mir die Abwehr, die zum ersten Mal in der 3:2:1-Formation agiert hat. Dies verlangt gute Beinarbeit und gegenseitige Hilfe“, resümierte A-Schein-Inhaber Steinbach.
Handball-Krimi im letzten Vorrundenspiel
Die zweite Partie gegen die HSG PST/ TVG Trier entwickelte sich zu einem Handball-Krimi, in dem Torhüterin Marlene Lange mit tollen Paraden glänzte. 2:0 stand es nach vier Minuten durch Tore von Lea Beneke und Viktoria Dietrich. Mit der Halbzeitsirene glich Trier zum 2:2 aus. Nach dem 5:3 durch Beneke traf bis zum 5:7 (7.) nur noch Trier. Beneke warf das 6:7, doch der Ausgleich wollte trotz guter Chancen nicht gelingen.
Nun mussten die TSR-Frauen ihr letztes Gruppenspiel gegen die FSG Illtal/Schaumberg gewinnen, um noch ins Halbfinale einzuziehen. Nach 100 Sekunden führte die Turnerschaft bereits mit 3:0. Doch danach wurden die Saarländerinnen stärker. 5:4 stand es zur Pause. Die FSG blieb auch in Hälfte zwei ständig auf Tuchfühlung. Acht Sekunden vor Schluss gelang Lea Beneke der 11:10-Siegtreffer für Rodalben. Steinbach: „Wir haben es uns schwer gemacht. Bei einem Superstart haben wir die ersten vier Chancen verwertet, dann aber die Struktur verloren.“
Die HSG Mutterstadt/Ruchheim war der Gegner im Halbfinale. Gegen den Pfalzliga-Absteiger, der sich gut verstärkt hat, ging es mit einem 4:5-Rückstand in die Halbzeitpause. Nach dem 5:6 durch Selina Lauer trafen die Vorderpfälzerinnen dreimal in Serie. Am Ende verlor die Turnerschaft mit 7:10. „Wir haben uns gut geschlagen. Am Schluss hat uns die Abgeklärtheit gefehlt“, sagte Trainer Steinbach.
Im Spiel um Platz drei gegen die FSG Illtal/Schaumberg stand es zur Halbzeit 5:2 für die Rodalberinnen, die auch in der zweiten Hälfte überzeugten: Nach tollen Paraden von Marlene Lange, Superanspielen und tollen Kontertoren hieß es am Ende 9:5 für die TSR.
SO SPIELTEN SIE
TS Rodalben: Marlene Lange, Janina Heyer - Mia Bodenschatz, Jana Benecke, Lea Beneke, Selina Lauer, Nele Müller, Johanna Gaab, Fiona Meisenheimer, Viktoria Dietrich, Franziska Dietrich, Franzi Kleber, Mona Lütke-Streine