Pirmasens Fortsetzung offen
PIRMASENS. Alles hat nicht geklappt beim 1. Pirmasenser Triathlon, veranstaltet vom Endurance Team Pirmasens, dem Schwimmverein Blau-Weiß Pirmasens und der Radsport-Abteilung des SV Lemberg. Aber trotzdem war es eine gelungene Debüt-Veranstaltung.
Ein bisschen unwirklich wirkte es schon, dieses 25 Meter lange Schwimmbecken auf dem Messplatz in Pirmasens – irgendwie wie eine überdimensional große Badewanne. Aber das Becken war auf jeden Fall ein Anziehungspunkt für die Zuschauer, die viel näher an die Athleten heran konnten als sonst bei einem Triathlon, bei dem die erste Disziplin des Ausdauer-Dreikampfes im Fluss, im Meer, im See oder in einem „ganz normalen“ Becken im Schwimmbad absolviert wird. Und die Athleten, die sonst eben in Flüssen, Meeren, Seen oder „normalen“ Schwimmbecken unterwegs sind, konnten sich mit dieser, ihnen neuen Variante, durchaus anfreunden. „Es war zwar etwas gewöhnungsbedürftig“, sagt etwa Dominik Luck (DJK SG St Ingbert), der Neunte bei den Männern: „Aber es war schon irgendwie cool, darin zu schwimmen.“ Und auch der Siebtplatzierte Eik Tietz, Lehrer am Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern und als Triathlet für das Endurance Team Pirmasens am Start, war durchaus angetan von der Durchführungsvariante der ersten Triathlon-Disziplin. „Ich bin zuvor noch nie in so etwas geschwommen“, erzählte der 41-Jährige: „Aber ich habe es als sehr angenehm empfunden.“ Dabei mussten sich die Männer zum Teil wie in einem Schwimmbecken für Kinder vorgekommen sein, vielen reichte das Wasser nicht einmal bis an die Hüfte, wenn sie standen. Und so berührte der eine oder andere, wie er erzählte, bei den Kraulbewegungen hin und wieder den Unterboden des Beckens – und auch die Rollwenden waren zum Teil nicht möglich. „Aber trotzdem finde ich die Idee mit dem Becken saugeil“, sagte Tobias Alt (1. FC Kaiserslautern), der die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen), zugleich die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften über die Sprintdistanz, gewann. Der 34-Jährige ist schon seit vielen Jahren Triathlet, hat schon viel gesehen, viel erlebt. Alt, zugleich Abteilungsleiter der FCK-Triathleten, stellte der Veranstaltung ein gutes Zeugnis aus: „Ich habe einiges gesehen, was es noch zu verbessern gilt. Aber wenn man hier noch zwei, drei Jahre weitermacht, dann kann das durchaus was werden mit dem Pirmasenser Triathlon.“ Ob es überhaupt 2017 eine zweite Auflage der Veranstaltung geben wird, ist noch überhaupt nicht sicher. „Wir müssen uns mal zusammensetzen und schauen, ob es weitergeht“, sagte Hartmut Kling, der Macher des Pirmasenser Triathlon. Er zeigte sich mit der zwei Tage dauernden Veranstaltung zufrieden. Es gab aber auch ein paar Dinge, die ihn störten. Zum Beispiel die sportliche Resonanz. Zwar kann Kling mit rund 240 Teilnehmern leben – allerdings hätte er sich auch Starts von Athleten aus den rheinland-pfälzischen Triathlon-Hochburgen wie Montabaur oder Koblenz gewünscht, die die Veranstaltung quasi ignorierten. „Das ist schon enttäuschend“, sagte Kling: „Vielleicht liegt das auch daran, dass Pirmasens am A... der Welt liegt.“ Denn viele Athleten fehlten, obwohl das Rennen immerhin eine Landesmeisterschaft über die Sprintdistanz war. Dass diese nach Pirmasens vergeben wurde, kann man übrigens auch als Signal des Landesverbandes werten, dass dieser in Pirmasens großes Potenzial sieht. Denn mit großartigen Meriten konnten die Macher den Verband im Vorfeld ja nicht überzeugen, die Meisterschaften nach Pirmasens zu vergeben. Beim Ablauf der Veranstaltung hat Kling an der einen oder anderen Stelle noch Optimierungsbedarf gefunden: „Aber das ist ja völlig normal, wenn man etwas zum ersten Mal macht.“ Auch der Aufwand mit dem riesigen Schwimmbecken habe sich, trotz Kosten in fünfstelligen Bereich, gelohnt: „Das war ein Magnet für Zuschauer und Neugierige.“ Weiterer Bericht an anderer Stelle Ergebnisse Jedermann (0,375/18/4,2 km, 45 Starter): Männer: 1. Sven Hagemann, ... 3. Frank Tappe (Pirmasens) 56:25,1 Minuten, 6. Matthias Burkhart (NC Wasgau) 58:57,5, ... 8. Christian Trapp (Bundenthal) 1:01:08,2 Stunde; Frauen: 1. Sabine Korz 1:01:46,1 Stunde; Jugend B (4 Starter): 1. Jonas Steinhauer (1. FC Kaiserslautern); Schüler A (6): 1. Hanno Wortmann (TF Saarlouis), ... 5. Felix Schneider (BW Pirmasens), 6. Philipp Soll (Endurance Team Pirmasens); Schüler B (8): 1. Linus Schmid (MTG Mannheim), ... 5. Simon Schneider (Blau-Weiß Pirmasens); Schüler C (5): 1. Nora Wortmann (TF Saarlouis); Schüler D (6): 1. Fabian Drexler (Tri Post Trier). Team-Triathlon (0,375/18/4,2 km, 22 Teams am Start): 1. Millenium (Laeticia Thiemann, Leo Hollinger, Jonas Kuntz, alle Pirmasens) 53:17,3 Minuten, 2. Los Dopaminos (Johannes Thome, Andreas Salzmann, Uwe Karmann) 54:39,3, 3. Team invaders (Claire Peifer, Marcel Littig, Marius Dausmann) 57:15,7.