Fußball
FKP-U19: Formaniuk ist der Matchwinner
Oleksandr Formaniuk verwandelte beim 3:1 (2:0) am Sonntag gegen die TuS Koblenz zwei Elfmeter sicher und bereitete den dritten Treffer seiner Elf vor. „Das war ein ganz starker Gegner, der uns alles abverlangt und jede Menge Laufarbeit abgeliefert hat. Am Ende war unser Wille, mit einem Dreier vom Platz zu gehen, wohl ausschlaggebend“, sagte Formaniuk nach der Partie, die auf dem Rasen des SV Lemberg ausgetragen wurde.
Der „Alex“ gerufene Ukrainer wurde in der Fußball-Akademie von Schachtjor Donezk ausgebildet, kam 2023 nach Deutschland und spielte zunächst im Nachwuchsleistungszentrum der SV Elversberg, bevor er vor gut einem Jahr zum FKP wechselte. Dass er die Strafstöße so sicher verwandelte, kommentierte der in Kaiserslautern bei Onkel und Tante lebende Doppel-Torschütze so: „Die Elfer übe ich schon mal im Training. Und wenn du das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft hast, dann hast du auch die nötige Ruhe, um die Dinger zu machen.“
Lange Bälle schmecken der FKP-Abwehr nicht
Die Gäste aus Koblenz hatten ganz schnell das richtige Mittel parat, um die noch nicht eingespielte Abwehrkette der FKP-U19 in Schwierigkeiten zu bringen. Lange Bälle in den Rücken der Abwehr schmeckten den Pirmasensern überhaupt nicht. Hier sah Darius Shipp gegen den flinken Maximilian Buchheit mehrfach schlecht aus. Das begünstigte auch die ersten beiden Strafraumaktionen der TuS.
Formaniuk war es, der dem FKP-Spiel Struktur verpasste. Balleroberung im Mittelfeld, kurz aufgeschaut, toller Flachpass in den Lauf von Noah Berndt, der beim Versuch, TuS-Keeper Jan Hofmann zu umkurven, von diesem von den Beinen geholt wurde. Da dies im Strafraum geschah, gab’s Elfmeter. Formaniuk schoss unhaltbar ins rechte Tordreieck – 1:0 (17.). Auch die Freistöße führte der Ukrainer aus.
Vor der Pause: Erzwungener Wechsel im FKP-Tor
Dann wieder ein langer Ball der Gäste. FKP-Keeper Julian Obermann musste raus, klärte gegen Leon Schopf an der Strafraumgrenze und verletzte sich dabei. Finn-Luis Becker kam für ihn (34.). Noah Berndt leitete über die linke Seite zwei gefährliche Strafraumaktionen ein. Bei der zweiten Hereingabe vors gegnerische Gehäuse schubste Daryl Kunze FKP-Stürmer Reid Morman um. Wieder Strafstoß, wieder lief Formaniuk an. Dieses Mal wählte er das linke Tordreieck und vollstreckte ebenso souverän zum 2:0 (38.).
Fünf Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als die FKP-Abwehr bei einem langen Ball wieder schlecht postiert war: Keeper Becker fischte Enrico Geiß in höchster Not den Ball vom Fuß. Als wenig später FKP-Außenverteidiger Shipp den Ball vertändelte, musste er sich von seinem Trainer ordentlich was anhören. Wieder griff Buchheit über die linke FKP-Abwehrseite an, und seine flache Hereingabe drückte Geiß zum Anschlusstor über die Linie (58.).
Trotz Sieg: Trainer Rubeck sieht einige Baustellen
Für Shipp kam Luca Popescu. Das sollte sich sofort auszahlen. Formaniuk hatte gerade einen feinen 14-Meter-Schuss abgefeuert, den der TuS-Keeper parierte, da war er schon wieder über rechts durch, brachte den Ball flach von der Grundlinie vors Tor, Popescu lief drauf und drückte aus fünf Metern zum 3:1 (58.) ein; der Rettungsversuch des Koblenzers Kunze kam zu spät.
Die Partie war aber noch nicht entschieden. Als wieder ein langer Ball auf Geiß kam, musste FKP-Keeper Becker an der Strafraumgrenze per Flugkopfball klären (80.). Dann vergab Geiß völlig überhastet eine Hereingabe aus elf Metern (82.). Schopf und Geiß, die überragenden Spieler bei den Koblenzern, ließen dann noch eine Doppelchance liegen (85.).
„Mit dem Dreier zum Saisonauftakt gegen eine starke TuS Koblenz bin ich sehr zufrieden. Aber man hat gesehen, dass wir noch an vielen Stellschrauben drehen müssen. Insbesondere was das Abwehrverhalten angeht“, lautete das Fazit von FKP-Trainer Peter Rubeck. Nächsten Sonntag (13 Uhr) gastiert sein Team bei Wormatia Worms.