Pirmasens FKP ist bereit fürs Topspiel gegen Trier
«WORMS.» Der FK Pirmasens ist bereit für das Topspiel der Fußball-Oberliga gegen Eintracht Trier am kommenden Freitag, 19 Uhr, im Stadion Husterhöhe. Der Tabellenzweite gewann am Samstag bei der abstiegsbedrohten TSG Pfeddersheim letztlich verdient mit 3:0 (1:0) – RHEINPFALZ am SONNTAG informierte.
Allerdings müssen die Pirmasenser in ihrem viertletzten Rundenspiel eine Schippe drauf legen, um den Zwölf-Punkte-Abstand zum noch fünfmal spielenden Tabellenvierten von der Mosel zumindest zu wahren und auch den auf Rang drei liegenden 1. FC Kaiserslautern II auf Distanz zu halten, damit es mit der Teilnahme an der Regionalliga-Aufstiegsrunde auch wirklich klappt. Allerdings ist die Aufstiegschance des FCK II durch das gestrige 0:1 der FCK-Profis gegen Dynamo Dresden auf nahezu null gesunken – von Drittbundesligisten werden keine zweiten Mannschaften zur Regionalliga zugelassen. In der ersten Halbzeit in Pfeddersheim überzeugte der FKP nur phasenweise. „Der Anfang war zäh“, blickte Trainer Peter Tretter auf die ersten 20 Minuten zurück. Da lief im Aufbauspiel der Gäste, die mit der gleichen Formation wie beim 3:2-Heimsieg gegen Mechtersheim aufliefen, nicht viel. Patrick Freyer auf der linken und Jonas Singer auf der rechten Seite mühten sich zwar redlich, aber unterm Strich kam nichts dabei heraus. In der 26. Minute aber servierte Christopher Ludy die vierte Ecke vors TSG-Tor und Markus Schmitts Abwehrversuch landete zur Pirmasenser 1:0-Führung im eigenen Netz. „Ich stehe zwei Meter hinter ihm, der Ball flog von der Innenseite von Schmitts Oberschenkel direkt unter die Latte“, beschrieb FKP-Innenverteidiger Yannick Grieß detailliert den Treffer. Das 1:1 hätte folgen können, ja müssen. Doch der Pfeddersheimer Sebastian Kaster ließ in der 36. und 38. Minute zwei Großchancen liegen, als sich die FKP-Abwehr ungeordnet zeigte. Dann traf Andreas Buch, der den angeschlagenen Kaster nach 40 Minuten abgelöst hatte, nur das Außennetz (47.) – Grieß hatte sich bei dem weiten Pass verschätzt und konnte den schnellen Buch nicht mehr einholen. „Da haben wir schon Glück gehabt“, gestand Tretter, der während der 90 Minuten an der Seitenlinie mit dem befreundeten TSG-Trainer Norbert Hess so manchen witzigen Dialog führte. Tretter erlebte danach aber eine Steigerung seines Teams, auch dank Ludy, der wie schon gegen Mechtersheim im zentralen offensiven Mittelfeld viele Akzente setzte und Tretter „durch gute Standards und hohe Laufbereitschaft überzeugte“. So häuften sich die von den rund 40 Pirmasenser Fans lange ersehnten Tormöglichkeiten. Doch Manuel Grünnagel, der nach der Pause über die rechte Seite ordentlich Dampf machte, scheiterte nach Singers Flanke (53.) und Salif Cissé setzte eine der guten Ludy-Ecken aus kurzer Distanz neben den Pfosten (54.). Eine Minute später war es aber soweit: Singer schaltete den Turbo an, ließ bei seinem Sololauf gleich fünf Wormser stehen und hatte dann noch die Übersicht, den mitgelaufenen Grünnagel zu bedienen, der locker zum 2:0 einschob (55.). „Ich bin eigentlich nicht richtig ins Spiel gekommen, aber bei dieser Aktion hatte ich endlich den Platz, den ich brauche. Und Manuel hat auch laut genug gerufen“, erzählte der pfeilschnelle Rechtsaußen und fügte schmunzelnd hinzu: „Bevor ich die Chance versaue, habe ich abgegeben.“ Auch der Torschütze hatte eine Pointe parat. „Ich habe ihn gerade so reingekriegt“, witzelte Grünnagel nach seinem bereits zwölften Saisontreffer. „Danach hätten wir noch schneller den Sack zumachen müssen“, ärgerte sich Tretter über die vergebene Doppelchance von Dennis Krob und Freyer (59.), die TSG-Torwart Bakary Sanyang bravourös vereitelte. Dafür unterlief der Ex-Keeper des SC Hauenstein in Minute 67 eine Ludy-Ecke, Grieß sagte kurz Danke und nickte zum 3:0 ein. „Da hab ich kein Mitleid mit dem Keeper. Wir haben gewusst, dass er in der Strafraumbeherrschung Schwächen besitzt. Das hat er in dieser Szene bewiesen“, sagte Grieß, der zum achten Mal in dieser Saison traf. Tretter holte in der Schlussphase den nach seinem Mittwochseinsatz im Verbandsligateam platten Krob und den angeschlagenen Marco Steil als Vorsichtsmaßnahme sowie auch Cissé von Feld. So durften David Kazaryan, Mauro Martin und Sandro Kempf mithelfen, den Vorsprung souverän nach Hause zu bringen.