Fußball
FKP II macht Boden gut
„Alles in allem eine verdiente Niederlage. Wir sind leider gar nicht ins Spiel gekommen und haben in der ersten Halbzeit bittere Gegentreffer kassiert“, sagte nach dem Abpfiff Steinbachs Spielertrainer Daniel Ghoul und fügte hinzu: „Wir haben eben immer noch das große Problem, dass unser Kader einfach sehr dünn ist. Auf der anderen Seite kommt der FK Pirmasens mit sechs Spielern, die am Samstag noch auf der Ersatzbank der Oberligamannschaft saßen und einige davon auch Kurzeinsätze hatten. Wir dagegen hatten mit mir gerade einmal vier Ersatzspieler, da hat man eben nicht mehr viel Alternativen, um gerade in solchen Spielen, in denen es anfangs nicht läuft, noch groß etwas zu drehen.“
Verstärkungen aus Oberligakader
Nun, zwei der sechs erwähnten Spieler, Francis Sesay und Jannis Zimmermann, gehören fest zum Verbandsligakader, der junge Torhüter Lukas Kupper hat in der Oberliga noch keine Minute gespielt. Aber natürlich wurde der FKP II mit den Offensivkräften aus dem Oberligakader, Marc Ehrhart, Kristof Scherpf und Ousmane Sannoh, merklich verstärkt. Scherpf traf zweimal, Sannoh und Ehrhart einmal.
Die Steinbacher hatten zunächst die Großchance zur Führung. Noah Naji traf das leere Tor nicht (2.). „Den muss er eigentlich machen, aber der Ball versprang“, sagte Coach Ghoul. Die Pirmasenser machten Druck und gingen in der 14. Minute in Front. Niklas Wangler erzielte nach einer schönen Flanke aus dem Halbfeld das 1:0.
Zwei Rote Karten
Die Steinbacher hatten im Spielaufbau Probleme, und in der Defensive standen sie diesmal nicht so kompakt wie noch zehn Tage zuvor beim 3:0-Sieg gegen den SC Hauenstein. Die junge FKP-Reserve dagegen zeigte Kombinationsgabe und nutzte ihre Tormöglichkeiten konsequent. Scherpf erzielte das 2:0 (38.), Ehrhart das 3:0 (43.) und Sannoh das 4:0 (49.). Der Steinbacher Cedric Fischer sah nach einem Foulspiel ebenso die Rote Karte (58.) wie der meckernde FKP-Ersatztorwart Nico Jeckel (62.).
Dominick Schwarz verkürzte für die Steinbacher auf 1:4 (62.), Felix Metzinger hatte später noch Pech mit einem Pfostentreffer nach einem Freistoß. Scherpf erhöhte eine Viertelstunde vor Schluss noch auf 5:1 für die Blauen von der Husterhöhe.
Zufriedener Ludy
„Der FKP II hat eine super Qualität im Kader. Eigentlich sollten die gar nicht da unten in der Tabelle stehen“, stellte Ghoul fest. Christopher Ludy, der Pirmasenser Coach, befand nach dem Schlusspfiff: „Natürlich bin ich mit dem Auftritt sehr zufrieden. Wir haben den Kampf angenommen und von Anfang an den Zug zum Tor gehabt. Der Dreier war wichtig.“