FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel FKP II führt bis in fünfte Nachspielminute und kassiert noch 3:3-Ausgleich

Christopher Ludy (rechts) trifft in der 83. Minute zum 3:2 für den FKP II. Von links verfolgen Hoheneckens Keeper Dominic Schmid
Christopher Ludy (rechts) trifft in der 83. Minute zum 3:2 für den FKP II. Von links verfolgen Hoheneckens Keeper Dominic Schmidt, Christopher Kruse, Nico Schauß und Lars Velten den Flug des Balls.

Die junge zweite Mannschaft des FK Pirmasens hat schon wieder ein spätes Gegentor eingefangen. Doch im Gegensatz zur 1:2-Niederlage zwei Wochen zuvor gegen den VfR Baumholder reichte es am Sonntag gegen den TuS Hohenecken wenigstens zu einem 3:3-Unentschieden. Trainer Martin Gries ist bedient.

Es lief am Sonntag im Framas-Stadion die fünfte Minute der Nachspielzeit. Der FK Pirmasens II führte im Verbandsliga-Heimspiel gegen den TuS Hohenecken mit 3:2. Verzweifelt versuchten die Gäste, noch das 3:3 erzielen, doch der Ball trudelte 30 Meter vor dem Tor von FKP-Keeper Ramon Büsken ins Seitenaus. Schiedsrichter Marcel Bender hatte die Pfeife im Mund. „Ich glaube, er wollte schon abpfeifen“, sagte später TuS-Spielertrainer Dennie Reh, früher mit dem Nachnamen Schmidt auch in Diensten des FKP.

Doch Bender ließ den Einwurf noch ausführen. So fiel ein ungefährlicher Schuss über Umwege vor die Füße von Nils Dendel, der auf einmal völlig allein vor Büsken stand. Der Spieler des Tabellenvorletzten ließ sich nicht zweimal bitten und schoss halbhoch ein. Tor, 3:3, Schlusspfiff – die Pirmasenser Fußballer sanken zu Boden und ihr Trainer Martin Gries lief sichtlich bedient in Richtung Kabine. Das 3:3 (1:1) vor 100 Zuschauern schmeckte natürlich auch FKP-Co-Spielertrainer Christopher Ludy gar nicht. „Wir können nicht jede Woche vier Tore schießen, um ein Spiel zu gewinnen. Es ist jede Woche das Gleiche“, haderte Ludy, der in der 83. Spielminute das 3:2 erzielt hatte.

Mit Ardestani und Ampadu

Offensiv lief vieles gut. So auch beim 1:0: Arman Ardestani, am Freitagabend beim 2:0-Sieg des Regionalligateams in Hoffenheim nur Zuschauer, wurde vom ebenfalls von der ersten Mannschaft abgestellten Leon Ampadu Wiafe (spielte nur eine Minute in Hoffenheim) wunderbar bedient. Eine desaströse Kopfballabwehr landete direkt vor Ardestanis Füßen, der mit einem eingesprungenen Schuss das 1:0 erzielte (15.).

Dann jedoch begann der Pirmasenser Abwehrschlamassel. „Da haben wir mehr begleitet“, kommentierte Ludy den Treffer zum 1:1. Hoheneckens Aktivposten Lukas Kallenbach hatte da viel Zeit und Raum, um aus 25 Metern platziert abzuschließen.

Geschenk für Kallenbach

In der zweiten Halbzeit liefen sich nach einem weit nach vorne geschlagenen Ball Noah Buchmann und Büsken, der mit den scharf hereingetretenen Freistoßflanken von Dennie Reh sichtlich zu kämpfen hatte, an der Strafraumgrenze gegenseitig über den Haufen. Kallenbach musste den frei herumliegenden Ball nur noch aufnehmen und schoss ins verwaiste Gehäuse ein.

Marcel Fritzler glich per Direktabnahme zum 2:2 aus (73.). Dann leitete Ludy einen Ball zu Maximilian Seibel per Hacke weiter; dieser bediente sodann Ludy mit einer Flanke von der Grundlinie – 3:2 (83.).

„Das 3:3 war mental ganz wichtig für uns. Klar war am Ende ein bisschen Glück dabei“, meinte Reh, der schier überall auf dem Platz zu finden war und das Spiel seiner Elf antrieb, nach der Partie.

„Gefühlt eine Niederlage“

„Wir hatten vor zwei Jahren schon mal das gleiche mit den vielen Gegentoren. Es gibt Situationen, da musst du auch mal knapp gewinnen. Gefühlt ist das heute eine Niederlage“, war Ludy sichtlich enttäuscht. Er machte kein Geheimnis daraus, dass er an den Spitzenteams aus Idar-Oberstein, Morlautern und Baumholder dran bleiben will. Doch ganz negativ wollte er den Tag dann auch nicht beenden: „Wenn man es positiv sieht, dann kann man sagen, wir haben den Trend nach zwei Niederlagen gestoppt.“

SO SPIELTEN SIE

FK Pirmasens II: Büsken - Vogt, Fritzler, Skorski, Paller (63. Mustafa) - Jung, Buchmann (72. Seibel) - Ardestani (63. Schauß), Ampadu (70. Palmeira), Geißert - Ludy.

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