Pirmasens FKP II bricht total ein

3:0 zur Halbzeit geführt und doch noch 3:4 verloren: Der FK Pirmasens II quittierte gestern Nachmittag in der Fußball-Verbandsliga beim Aufsteiger TuS Rüssingen eine ganz bittere Niederlage. Trainer Patrick Fischer war ziemlich enttäuscht.
«RÜSSINGEN.»„Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt. Aber im zweiten Durchgang waren wir blutleer. Da kam gar nichts mehr. Deshalb geht der Sieg für Rüssingen auch voll in Ordnung“, sagte der FKP-Coach nach der packenden Begegnung vor 100 Zuschauern. Die junge Fischer-Truppe legte zunächst los wie die Feuerwehr. Der FKP II nutzte die Schwächen in der Rüssinger Defensive, die vom 48-jährigen Ex-Nationalspieler Mario Basler geleitet wurde, eiskalt aus. Nach den beiden Toren von Kevin Rose (9.) und Sebastian Brenner (13.) lag Pirmasens schnell mit 2:0 in Front. n der Folge kam Rüssingen zwar etwas besser ins Spiel. Doch Christopher Ludy sorgte nach einer knappen halben Stunde für das 3:0 (32.). Die Partie schien zur Halbzeit entschieden. Doch in den zweiten 45 Minuten präsentierte sich die FKP-Mannschaft völlig von der Rolle. Rüssingen machte nun viel Dampf und kam nur 120 Sekunden nach Wiederanpfiff durch Halil Ibrahim Anli zum 1:3 (47.). Dann verschoss der Ex-Hauensteiner Bartosz Franke einen Elfmeter (57.). Aber die FKP-Truppe blieb viel zu passiv, ließ den Neuling kombinieren. Kurz darauf machte es Anli vom Punkt besser, verwandelte einen weiteren Strafstoß zum 2:3 (61.). Die Pirmasenser hatten bis auf eine gefährliche Situation nach einem Freistoß keine gute Tormöglichkeit mehr. In den letzten Minuten versuchte die Mannschaft nur noch, die Führung über die Zeit zu bringen. Das ging letztlich völlig schief. In der Schlussphase belohnte sich Rüssingen für eine überragende zweite Hälfte durch zwei späte Treffer von Sencer Koc (90.) und Ex-Regionalligaprofi René Schwall (90. +2). Fischer konsterniert: „Was da in der zweiten Hälfte los war? Ich kann es nicht erklären.“ So spielten Sie FK Pirmasens II: Gize - Marvin Hahn, Oduber, Lorenzo Valentini, Karl, Schubert - Paolo Valentini, Brenner, Kazaryan (66. Eichhorn) - Ludy, Rose (80. Luca Hahn).