FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens steht im Derby beim FC Homburg unter Druck

Wieder dabei: Salif Cissé (links) hat seine Rot-Sperre verbüßt. Kapitän David Becker (Bildmitte) spielte zuletzt anstelle von Mo
Wieder dabei: Salif Cissé (links) hat seine Rot-Sperre verbüßt. Kapitän David Becker (Bildmitte) spielte zuletzt anstelle von Moritz Zimmer (im Hintergrund) Innenverteidiger. Rechts Patrick Lienhard, der den FC Homburg am Saisonende verlässt, um im Drittligateam des SC Freiburg Führungsspieler zu werden.

Die Optimisten beim FK Pirmasens sind weniger geworden. Nach vier Niederlagen in Serie erscheint der Abstieg aus der Regionalliga wahrscheinlich. Doch noch sind zehn Spiele zu spielen. Der noch sieglose neue Trainer erläutert vor dem Saar-Pfalz-Derby am Freitagabend beim FC Homburg, was ihm Hoffnung gibt.

Kevin Stotz kam im Januar als Nachfolger des entlassenen Patrick Fischer zum FK Pirmasens. Er übernahm das Team von Interimscoach Martin Gries auf einem voraussichtlichen Nichtabstiegsplatz. Gries hatte in drei Spielen fünf Punkte geholt, aber das Cheftrainer-Angebot aus beruflichen und familiären Gründen abgelehnt. Der Auftrag für Stotz: möglichst den Abstieg aus der Fußball-Regionalliga verhindern und im Verbandspokal Halbfinale (nächsten Mittwoch) und Finale gewinnen.

Null Punkte, 1:9 Tore

Wenn man nur auf die Zahlen schaut, hat der 31-jährige Trainer einen kompletten Fehlstart hingelegt: vier Spiele, vier Niederlagen, 1:9 Tore, Absturz auf den 18. und damit vorletzten Tabellenplatz. Nun steht am Freitag um 19 Uhr im Waldstadion das Saar-Pfalz-Derby beim FC Homburg an. Der FKP muss beim Tabellensechsten punkten, um den Rückstand auf die sicheren Plätze (aktuell drei Punkte) nicht weiter anwachsen zu lassen.

Stotz weiß das natürlich. „Die ersten vier Spiele waren von den Ergebnissen nicht glücklich, aber ich kann jedes Spiel begründen“, sagt er und zählt auf: „In Steinbach, bei einem Spitzenteam, steht es bis zur 90. Minute 0:1. Gegen Großaspach fehlte die Hälfte der Stammspieler. In Stuttgart waren wir dem 2:1 näher als der Gegner. Auch bei der 0:1-Niederlage gegen Frankfurt lassen wir dicke Chancen aus.“ Gegen Frankfurt sei er „alles in allem mit der Leistung einverstanden“ gewesen, wobei ihn die Entstehung des Gegentors wurmte: „Im Sechzehner müssen wir am Mann dran sein.“ Positiv stimme ihn, dass der FKP mit Stuttgart und Frankfurt mithielt, nur unglücklich verlor, „obwohl die ein ganz anderes Budget haben“.

Wer spielt vorne?

In Homburg kann er in Abwehr und Mittelfeld seine beste Formation aufs Feld schicken, wenn man mal von dem noch mehrere Monate verletzt fehlenden Innenverteidiger Kevin Frisorger absieht. Salif Cissé hat seine Rot-Sperre abgesessen. Abzuwarten bleibt, ob Stotz den eigentlichen Sechser David Becker weiter als Innenverteidiger aufstellt. Und wer spielt vorne anstelle des gesperrten Dennis Krob? Eventuell Konstantinos Neofytos, vielleicht aber auch der Co-Trainer der zweiten Mannschaft, Christopher Ludy, oder der junge Marc Erhart.

x