Fußball
FK Pirmasens: Kein „Flaschenhals“ bei den A-Junioren
Kreisliga-Meister 2022, Landesliga-Fünfter 2023, Landesliga-Dritter 2024, Landesliga-Meister 2025: Die A II des FKP ist nun in der Verbandsliga angekommen und feierte dort am Samstag, 17 Uhr, ihre Premiere beim Vorjahresfünften TV 1817 Mainz. „Dieser Aufstieg war eigentlich ein Muss. Wir schließen damit die Lücke zwischen unserer Verbandsliga-U17 und dem Regionalliga-Team in der U19“, sagt FKP-Trainer Philip Reinhard. Er freut sich auf diese Herausforderung, die überwiegend mit dem jungen A-Junioren-Jahrgang (2008) gemeistert werden soll.
„Lücke besser schließen“
Bei den großen Fußballvereinen ist es in der Regel so, dass sich der breite untere Aufbau im Nachwuchsbereich beim Übergang zur U19 wie ein Flaschenhals verengt und aus zwei Jahrgängen plötzlich nur noch ein Team, eine A-Junioren-Mannschaft gebildet wird. Eine Auslese, bei der viele Spieler nicht mehr berücksichtigt werden und sich andere Vereine suchen müssen.
„Wir müssen diese Auslese so nicht mitmachen, bleiben für die Spieler in dieser Altersgruppe attraktiv, gerade nach dem Aufstieg in die spielstarke Verbandsliga. Wir können die erwähnte Lücke zur U19 besser schließen, und es laufen uns keine Spieler weg, auf die wir zur Kadergestaltung für unsere beiden Herrenteams angewiesen sind“, zählt Reinhard die Vorteile dieser U18 als A II auf.
„Eine andere Nummer“
Er hat in seinem ersten Trainerjahr beim FK Pirmasens gleich diesen ersehnten Aufstieg maßgeblich mitgestaltet. Reinhard ist 30 Jahre alt und arbeitet als Erzieher in einer Pirmasenser Kindertagesstätte. „Wir haben schon gleich in den Vorbereitungsspielen gegen die Herrenteams des SV Hinterweidenthal, des FC Rodalben und der SG Heltersberg/Geiselberg gemerkt, dass vom Zweikampfverhalten da eine andere Nummer auf uns zukommt“, berichtet er. Das Umschalten sei dann aber schnell erfolgt, denn gegen den starken U19-Landesligisten FSV Offenbach gab es ein 1:1, und beim gut besetzten Turnier in Waldmohr war erst im Halbfinale Schluss (0:2 gegen Regionalligist Wormatia Worms). Davor hatte es Siege gegen den FV Diefflen, Saar 05 Saarbrücken, Viktoria Herxheim und den 1. FC Saarbrücken gegeben.
Als Co-Trainer helfen Fynn Groß und Frank Ehmann mit, eine Mannschaft zu formen, die in der dritthöchsten A-Junioren-Liga gut mitspielen kann. Jan Lory aus Bruchweiler sei, so Reinhard, das „große Mädchen für alles“ oder „die gute Seele“ des Teams. „Wir sind nicht vermessen. Erst muss einmal die Liga gesichert werden“, sagt der Coach zum Thema Saisonziel. Es müssten gerade die Neuzugänge wie Samuel Doegah (TuS Heltersberg), David Wink (SV Ixheim) und Cai Crafton (FC Speyer), der aus einer langen Verletzung kommt, erst einmal an das Verbandsliga-Niveau herangeführt werden. Vierter Neuer im 21-köpfigen Kader ist Finn Stauch, der eine FKP-Vergangenheit hat und jetzt vom FC Homburg zurückgewechselt ist. „Er ist im Mittelfeld ein enorm wichtiger Spieler für uns“, setzt sein Coach große Hoffnung auf ihn.
Enger Austausch mit Rubeck
„Spieler aus unserer U18 haben jederzeit die Möglichkeit, sich für die U19 zu empfehlen. Wir stehen mit Peter Rubeck in engem Austausch und haben dieselbe Trainingsintensität wie unsere Regionalliga-Mannschaft“, betont Reinhard.
Am fünften Spieltag steigt zum ersten Mal das Kreisderby zwischen dem SC Hauenstein und dem FK Pirmasens II in der A-Junioren-Verbandsliga. Reinhard: „Wir freuen uns alle auf diese Liga und natürlich auch auf das Derby. Viele Spieler kennen sich ja untereinander.“
DER VERBANDSLIGAKADER
Torhüter: Frank Lehmann, Luca Scheerer
Abwehr: Ates Dogancan, Hendrik Baumann, Jannik Bopp, Lenn Jung, Elias Lory, Luca Popescu, Daniel Rasmus
Mittelfeld: Marlo Basso, Maxim Gerlach, Nick Giesler, Luca Hüther, Colin Richter, Kyrill Schmidt, Andrew Soto, Finn Stauch, Thomas Thesen
Angriff: Cai Crafton, Samuel Doegah, David Wink.