Fußball
FK Pirmasens II gegen FSV Offenbach: Eigentor entscheidet
Dabei hätte sich die junge FKP-Reserve um Spielertrainer Christopher Ludy ein Unentschieden dicke verdient gehabt, war sie doch spielerisch bis an die Strafraumgrenze die bessere Mannschaft. „Dafür können wir uns aber leider nichts kaufen“, kommentierte der niedergeschlagene Coach. Ausgerechnet ihm unterlief das spielentscheidende Eigentor.
Stabel pariert zweimal
Ludy war es auch, der in der neunten Minute die erste Torchance dieser sehr ausgeglichenen Begegnung hatte. Er fand in FSV-Keeper Mika Stabel seinen Meister, der ihm den spitzen Einschusswinkel verkürzte. In Minute 23 spielte der auf der rechten Seite sehr agile Francis Sesay auf den wenig später verletzt ausgewechselten Jan-Luca Fadel, der ließ nach hinten prallen, und Ludys Flachschuss landete in den Armen von Stabel. Damit sind sie aufgezählt, die FKP-Strafraumaktionen bis zur Pause.
Auf der anderen Seite parierte FKP-Torhüter Nico Jeckel erst einen 20-Meter-Knaller von Silas Wagner und verhinderte den Einschuss durch den nachsetzenden Daniel Szadorf (16.). Ab der 30. Minute hatte Offenbach vier Ecken kurz hintereinander. Drei Mal kamen FSV-Spieler frei zum Kopfball. Dreimal hatte der FKP das Glück auf seiner Seite. Die vierte Ecke aber kam auf den kurzen Pfosten. Luca Felix, der zuvor schon seine Gefährlichkeit in der Luft angedeutet hatte, und Ludy gingen zusammen zum Ball, Ludy streifte ihn, und das Spielgerät schlug unhaltbar zum 0:1 im langen Eck ein.
Keine echte Torgefahr
Die Ludy-Elf dominierte in der August-Hitze den zweiten Spielabschnitt, hatte eindeutig mehr Ballbesitz, aber die Freispiel- und Freilaufaktionen am und im gegnerischen Strafraum brachten keine echte Gefahr mehr vor das FSV-Gehäuse. Aber die Offenbacher verteidigten auch konsequent und leidenschaftlich, machten es den Angreifern schwer. „Meine Mannschaft hat gegen den Ball sehr ordentlich gearbeitet“, lobte denn auch FSV-Trainer Daniel Jahnke und fügte hinzu: „Die klareren Torchancen hatten wir.“ Und damit lag er richtig.
Bei diesen Möglichkeiten, die sich den Gästen auftaten, erwies sich FKP-Keeper Jeckel als sicherer Rückhalt. Jan Löffelmann spielte kurz nach seiner Einwechslung zu Dominik Petzold in die Schnittstelle, und dessen Schuss parierte der Pirmasenser Schlussmann (62.). Als der ansonsten stark spielende FKP-Innenverteidiger Martin Stuppy den hoppelnden Ball nicht traf, war Löffelmann durch, doch Jeckel entschärfte im Herauslaufen (76.). Und auf Vorarbeit von Lenny Messerschmitt säbelte Löffelmann am Fünfmeterraum über den Ball, seinen zweiten Versuch parierte Jeckel bravourös (82.).
„Alles versucht“
„Das war eigentlich ein typisches Unentschieden-Spiel. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles versucht, um die Partie noch zu drehen. Das Engagement hat absolut gepasst. Wir müssen ganz einfach im Angriff mehr Durchschlagskraft entwickeln“, sah FKP-Spielertrainer Ludy, woran er mit seinem Team arbeiten muss, damit in der Verbandsliga auch Zählbares heraus kommt.
An Co-Trainer Dennis Jung lag es jedenfalls nicht. Der war an der Seitenlinie so engagiert unterwegs, dass er nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Stephan Rüdiger aus Kirrweiler völlig durchgeschwitzt war.
SO SPIELTEN SIE
FK Pirmasens II: Jeckel – Sesay, Stuppy, Skorski, Dahler (72. Race) – Stoppel (67. Scoular-Stajic), Fadel (25. Lautenschläger), Vogt, Jensen (88. Zimmermann) – Ludy, Wiktorski (67. Weber).