Kommentar
FK Pirmasens: Eine schwierige Trainersuche
Martin Gries hat sich diese Absage bestimmt nicht leicht gemacht. Cheftrainer in der Regionalliga – das wäre für ihn in seinem Nebenberuf, der auch sein Hobby ist, ein großer und reizvoller Karrieresprung gewesen. Er hätte mit dieser Mannschaft den Ligaverbleib schaffen können, was in Pirmasens immer ein Erfolg ist, und er hätte den Verbandspokal holen und damit die Qualifikation für den DFB-Pokal schaffen können.
Nun, er hat sich für seinen Hauptberuf, die Familie und das weniger zeitintensive Zweitmannschaftstraineramt entschieden, weshalb der FK Pirmasens nun einen neuen Cheftrainer sucht. Das wird nicht einfach, denn der Neue soll sich in der Regionalliga gut auskennen, zu den Feierabendfußballern beim FKP passen, sofort frei sein und – last but not least – nicht viel kosten. Denn das übliche Trainergehalt in dieser Liga, wo fast alle Vereine auf Vollprofis bei Spielern und Übungsleitern setzen, übersteigt die Etat-Möglichkeiten der Pirmasenser, die in der Corona-Krise zurückgehende Zuschauerzahlen beklagen. Die beiden letzten Trainer des FKP, der sieben Jahre amtierende Peter Tretter und der zweieinhalb Saisons wirkende Patrick Fischer, verdienten ihren Lebensunterhalt nicht nur mit ihrem Trainerentgelt.