FUSSBALL
FK Pirmasens: Drei Stunden Bus, Spiel, drei Stunden Bus
Die Regionalliga-Fußballer des FK Pirmasens müssen mal wieder an einem Samstagmorgen früh aufstehen. Um 8.15 Uhr fährt der Mannschaftsbus auf der Husterhöhe in Richtung Ulm los. Etwa drei Stunden Fahrt sind kalkuliert. Das Mittagessen – wie bei jedem Auswärtsspiel Nudeln, vom Pirmasenser Restaurant „Liberta“ spendiert – wird mitgenommen. Um 14 Uhr pfeift dann Schiedsrichter Patrick Glaser aus Wiesbaden die Partie im Donaustadion an.
Ludy fährt nicht mit
Nicht zur Reisegesellschaft zählt Christopher Ludy, der am Mittwoch beim 3:0-Sieg im Verbandspokalspiel in Hermersberg überraschend von Beginn an stürmte und ein Tor erzielte. „Chris hat sich unheimlich gefreut, in dem Spiel dabei sein zu dürfen und hat dann seine Qualitäten als Torschütze und Vorbereiter gezeigt“, sagt Chefcoach Patrick Fischer über den Co-Spielertrainer der zweiten Mannschaft. Fischer: „Eigentlich hat er auch noch ein zweites Tor gemacht. Warum da der Linienrichter die Fahne hob, weiß ich nicht.“ Zum Aufgebot für Ulm zähle der voll berufstätige, am Sonntag mit der zweiten Mannschaft gegen Baumholder spielende Familienvater nicht.
Doppel-Kevin-Abwehrzentrale
Fischer muss weiter auf Kapitän David Becker, Mittelstürmer Dennis Krob und Innenverteidiger Yannick Grieß verzichten. Dazu kommt Innenverteidiger Moritz Zimmer, der in Hermersberg mitmischen durfte, allerdings in der Liga nun seine Gelb-Rot-Sperre absitzen muss. Daher gibt es wahrscheinlich die „Doppel-Kevin-Abwehrzentrale“ mit Kevin Frisorger und Kevin Klein. Salif Cissé, im Pokalspiel geschont, dürfte mit Daniel Bohl im defensiven Mittelfeld spielen.
Ex-Trainer von Bayern München
Ulm liegt auf dem dritten Tabellenplatz mit nur drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Mainz 05 II. Im DFB-Pokal unterlag die Mannschaft des neuen Trainers Thomas Wörle dem 1. FC Nürnberg nur knapp. „Das wird eine sehr, sehr schwere Aufgabe“, weiß Fischer. Wörle, der zuvor lange Jahre mit großem Erfolg die Bundesliga-Frauen von Bayern München coachte, lasse „sehr variabel mit ständigen Positionswechseln“ spielen. Ulm habe seine Stärken in der Offensive, sei aber bisweilen in der Defensive anfällig. Vielleicht gelingt dem FKP ja eine Überraschung.
Verbandspokal-Auslosung
Der Südwestdeutsche Fußball-Verband hat am Freitag die Achtelfinal-Paarungen seines Pokalwettbewerbs ausgelost, doch der FK Pirmasens weiß weder gegen wen noch wann er spielen wird. Denn SWFV-Vizepräsident Jürgen Veth zog als Gastgeber des Regionalligisten den Sieger der Fünftrunden-Partie Fortuna Billigheim-Ingenheim gegen TSG Pfeddersheim, die erst nächsten Dienstag ausgetragen wird. Für FKP-Trainer Patrick Fischer, der die zu den Top-Teams der Landesliga Ost zählenden Vorderpfälzer aus einem Testspiel kennt, ist es „nicht selbstverständlich“, dass Oberligist Pfeddersheim eine Runde weiterkommt. Der 20. Oktober ist der Regeltermin fürs Achtelfinale, doch die Regionalligisten Schott Mainz und FK Pirmasens haben laut Fischer wegen ihres prallen Oktober-Programms schon bei Pokal-Spielleiter Lothar Renz angefragt, ob sie nicht erst im November antreten können. Und Renz habe signalisiert, voraussichtlich zuzustimmen.