FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Die vielen Optionen von Trainer Patrick Fischer

 Empfahl sich für die Pirmasenser Startelf: Gianluca Lo Scrudato (links), hier mit Ex-FKP-Spieler Philipp Schuck vom FC Homburg.
Empfahl sich für die Pirmasenser Startelf: Gianluca Lo Scrudato (links), hier mit Ex-FKP-Spieler Philipp Schuck vom FC Homburg.

Wie verwandelt präsentierte sich am Dienstag der FK Pirmasens im Homburger Waldstadion. Vier Tage nach der schwachen Vorstellung beim 0:2 gegen Hoffenheim glänzte das Team von Patrick Fischer mit einem 3:2-Sieg beim Tabellenzweiten. Der Trainer hat nun im Regionalliga-Heimspiel gegen die TSG Balingen ein Luxusproblem.

Wer wird am Samstag um 14 Uhr für den FKP gegen Balingen auf dem Rasen im Framas-Stadion stehen? Eine für mehrere Positionen schwer zu beantwortende Frage – nicht zuletzt in der Abwehr.

Fischer hat’s „lieber so“

Dort verteidigte in Homburg Gianluca Lo Scrudato mit viel Herz und Engagement auf der rechten Seite, wo seit Jahren Manuel Grünnagel einen Stammplatz hat. Der Deutsch-Italiener hatte dank seiner Schnelligkeit auch gute Szenen im Vorwärtsgang. „Wir haben mit Sascha Hammann, Manuel Grünnagel und Gianluca Lo Scrudato drei sehr gute Außenverteidiger. Es ist für mich als Trainer nicht einfach, dann einem dieser Spieler zu sagen, dass er draußen bleiben muss. Und für den Spieler ist es nicht einfach, das zu verstehen“, beschreibt Trainer Patrick Fischer die Situation, fügt aber sogleich hinzu: „lieber so als keine Auswahl.“ Grünnagel habe vor dem Homburg-Spiel „im Verbandspokal in Bingen 120 Minuten und gegen Hoffenheim 70 Minuten gehen müssen“, erläutert Fischer seine Entscheidung gegen den Thaleischweilerer im Derby.

Lob für Frisorger

Etwas überraschend fehlte am Dienstag auch Yannick Grieß in der Pirmasenser Elf. Anstelle des langen Windsbergers verteidigte erstmals in der Regionalliga Kevin Frisorger in der Abwehrzentrale für den FKP. „Kevin hat sehr stabil gespielt“, lobte Fischer den von den Würzburger Kickers gekommenen Blondschopf. Ob Frisorger am Samstag auch gegen Balingen aufläuft, ließ der Trainer offen.

Mit Mohr?

Auch auf den offensiven Außenpositionen hat Fischer mehrere Optionen, insbesondere wenn Benno Mohr wieder einsatzfähig ist. Der Ex-Elversberger pausierte zuletzt wegen einer in Kassel erlittenen Fleischwunde, die genäht werden musste. Am Mittwoch wurden die Fäden gezogen, am Donnerstag trainierte Mohr mit. Tom Schmitt, bisher als zentraler Stürmer eingesetzt, machte in Homburg seine Sache auf der linken Seite sehr gut, bereitete das 2:1 vor und schloss einen perfekten Angriffszug zum 3:2-Siegtor ab.

Charakter und Wille

„Wir hatten spielerisch gute Passagen“, merkte Fischer dazu an, Sportdirektor Sebastian Reich stellte fest: „Die Mannschaft zeigt Charakter und Wille, sie wehrt sich, und sie hat bewiesen, dass sie in der Klasse mithalten kann.“ Und wie die Mannschaft am Samstag gegen den punktgleichen Tabellenzehnten aus dem Zollernalbkreis aussieht, wird sich zeigen.

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