FUSSBALL
FK Pirmasens: Die Quote stimmt bei Christopher Ludy
Sechs Verbandsligaspiele, sechs Tore: Bei Christopher Ludy, dem Co-Spielertrainer des FK Pirmasens II, stimmt die Quote. Dennoch erhebt der 28-Jährige keine Ansprüche auf eine Rückkehr in die erste Garnitur. „Mit der Leistung vom Spiel gegen Steinwenden bin ich keine Alternative für die Regionalligamannschaft“, zeigt sich der aus Leimen stammende Ludy selbstkritisch. Aber trotz mäßiger Leistung schoss der Betriebsökonom auch in Steinwenden ein Tor, das erstens außergewöhnlich war, weil von der Mittellinie aus erzielt, und zweitens den Sieg brachte.
Sieben Jahre in erster Garnitur
2019, als Patrick Fischer auf der Husterhöhe den Cheftrainerposten von Peter Tretter übernahm, rutschte Ludy aus der ersten FKP-Mannschaft, der er sieben Jahre lang angehört hatte (20 Tore in 134 Regional- und Oberligaspielen), auch wenn er immer mal wieder auch in der jungen Reserve gestürmt hatte. „Ich fiel damals nicht mehr unter die U23-Regel. Auch das muss bei einer Kaderzusammenstellung beachtet werden. Dann gab es bei mir auch familiäre Veränderungen mit den Kindern. Das war schon okay für mich“, erzählt Ludy. Er sehe zudem im Regionalligateam derzeit gar keinen Bedarf in der Offensive, auch wenn der FKP I zuletzt zweimal 0:1 verlor (gegen Homburg und in Elversberg).
DFB-Pokal-Sieger mit Freiburg
Trotzdem bleibt der in der Jugend des FKP und des SC Freiburg (neun Tore in 44 Junioren-Bundesligaspielen, A-Junioren-DFB-Pokalsieger 2012) ausgebildete Vater von zwei Kindern ehrgeizig: „Ich würde gerne noch mal eine Klasse höher spielen. Wenn wir mit der zweiten Mannschaft in der Oberliga wären, fände ich das optimal für mich. Aber zur Zeit haben wir das Oberliga-Niveau noch nicht.“ Wobei er sich durchaus in der Lage sieht, auch in der Regionalliga für Torgefahr zu sorgen. „In der Box habe ich meine Qualitäten“, antwortet Ludy auf die Frage, ob er nicht eine Alternative für die Schlussminuten sei, sollte der FKP mal zurückliegen. Aber er betont: „Ich würde zurzeit aber auch Dennis Krob statt mich aufstellen. Er ist zurzeit der richtige Stürmer.“
„Familie geht vor“
Nicht zuletzt wegen der Familie steht der Fußball bei Christopher Ludy, dessen Vater Stephan in der Saison 1991/92 FKP-Kapitän war, nicht mehr absolut im Fokus. „Ich muss jetzt nicht mehr viermal in der Woche trainieren, wie das in der Regionalliga der Fall ist. Da geht die Familie vor“, sagt Ludy, der auch zweimal im Monat auf das Athletiktraining der zweiten Mannschaft verzichtet. „Der Aufwand in der Verbandsliga ist schon etwas geringer, das kommt mir entgegen.“
Daheim gegen Bad Kreuznach
Am Sonntag (13 Uhr) steht auf dem Kunstrasen im Sportpark Husterhöhe das Heimspiel gegen Eintracht Bad Kreuznach an. „Bad Kreuznach ist stärker als im letzten Jahr“, warnt Ludy vor dem einstigen Zweitbundesligisten von der Nahe, der aktuell drei Punkte weniger als der FKP II hat. Nichtsdestotrotz will er natürlich sein Torkonto weiter wachsen lassen.