FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Chessa geht, zwei Neue im Anflug

Entschied sich „nach ein paar schlaflosen Nächten“ gegen den FKP: Dennis Chessa (vorne), hier mit Luca Bazzoli vom FSV Frankfurt
Entschied sich »nach ein paar schlaflosen Nächten« gegen den FKP: Dennis Chessa (vorne), hier mit Luca Bazzoli vom FSV Frankfurt.

Fußball-Regionalligist FK Pirmasens verliert einen seiner wichtigsten Spieler: Dennis Chessa. Der 28-jährige Ex-Zweitligaprofi wird seinen am 30. Juni auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Dafür steht der am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) beim VfB Stuttgart II gastierende FKP kurz vor der Verpflichtung von zwei neuen Spielern.

„Wir haben gemacht, was finanziell bei uns geht“, betonte FKP-Präsident Jürgen Kölsch die großen Anstrengungen, Chessa zu halten. Sportdirektor Steven Dooley merkte an: „Es ist nicht daran gescheitert, dass er unzufrieden war mit dem, was wir – auch perspektivisch für seine Zeit nach der Spielerkarriere – aufgerufen haben.“

„Noch nichts unterschrieben“

Chessa selbst versicherte, sich die Entscheidung nicht leicht gemacht zu haben. „Das hat mich ein paar schlaflose Nächte gekostet. Wenn man Familie hat, entscheidet man sich da nicht so einfach wie als junger Spieler“, sagte der bei Bayern München ausgebildete, dann für Aalen (Zweite Bundesliga), Ried (österreichische Bundesliga) und Uerdingen (Dritte Liga) spielende Allrounder, der mit einer Pirmasenserin verheiratet ist, mit ihr einen Sohn hat und seit etwa zwei Jahren in der Horebstadt lebt. Außerdem schätze er „alle Leute beim FKP, die sich mit Herzblut für ihren Verein engagieren“.

Für welchen Verein er künftig spielen wird, wollte Chessa nicht verraten, weil er „noch nichts unterschrieben“ habe. Es sei ihm aber wichtig, nach der „stressigen und turbulenten Zeit beim KFC Uerdingen“ wieder „in einem gut geführten Verein“ zu landen, mit dem er „wie jeder Fußballer gerne oben mitspielen“ möchte.

Vollgas-Versprechen

Chessa verspricht, auch in den letzten drei Spielen für Pirmasens „Vollgas zu geben“. Schließlich ist das Saisonziel, sechs Mannschaften hinter sich zu lassen, noch nicht erreicht – auch wenn durch die Reduzierung der Absteigerzahl das Ticket für die Regionalliga 2021/22 bereits gesichert ist.

„Sehr schade“ findet FKP-Trainer Patrick Fischer Chessas Weggang, denn es gehe „einiges an Qualität verloren“. Der Verein könne solch einen Spieler wahrscheinlich „nicht eins zu eins ersetzen“.

Sportdirektor Dooley sucht also nun nicht nur nach Ersatz für den abwanderungswilligen Außenverteidiger Gianluca Lo Scrudato und den wohl noch bis Anfang 2022 verletzt ausfallenden Außenangreifer Benno Mohr, sondern auch einen Mann fürs zentrale offensive Mittelfeld. Dooley will „nichts übers Knie brechen“, denn er rechnet damit, kurz vor oder kurz nach dem Beginn der neuen Saison Schnäppchen auf dem Transfermarkt machen zu können: „Es wird sich noch einiges auftun.“

Dooleys Zuversicht

Generell sucht der FKP ja auch noch Verstärkung für die Offensive, denn an Torgefahr mangelte es diese Runde oft. Und da scheint sich eine Verpflichtung anzubahnen. Sven Kronemayer (19), bisher in der A-Junioren-Bundesliga für den Karlsruher SC am Ball, war diese Woche erneut zum Probetraining auf der Husterhöhe. „Er hat eine gute Einheit gemacht“, lobte Fischer den Ex-U17-Nationalspieler. Zweitbundesligist KSC scheint das Talent für ein Jahr ausleihen zu wollen. Dooley: „Wir sind interessiert. Er ist ein schneller, zielstrebiger Stoßstürmer, muss dies aber noch im Aktivenbereich beweisen. Ich gehe davon aus, dass wir da zusammenkommen.“

Schulz bleibt wohl

Auch mit einem jungen Torhüter sind die Pirmasenser, die in jeder Regionalligapartie vier U23-Spieler im Aufgebot haben müssen, wohl einig. Der Vertrag mit Ersatzkeeper Jan Schulz wird dem Vernehmen nach in den nächsten Tagen verlängert. Noch offen ist der Verbleib von Außenangreifer Tom Schmitt.

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