Pirmasens Finanzspritze sichert SVN-Spielbetrieb bis zur Winterpause

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Zum ersten Mal gibt es ein Regionalliga-Derby zwischen dem SVN Zweibrücken und dem FK Pirmasens. Die Partie stand vor gut zwei Wochen noch auf der Kippe, denn da wurde es bei den Zweibrückern finanziell ganz eng. Nur weil ein Sponsor kurzfristig einsprang, konnte es weitergehen. „Wir haben uns stabilisiert“, sagt Trainer Adis Herceg, der auch sportlicher Leiter des SVN ist, mit Blick auf die Finanzen – und nennt als zeitlichen Rahmen „bis zur Winterpause“. Der 36-Jährige, der vor der Saison vom baden-württembergischen Oberliga-Vizemeister TSV Grunbach kam, muss in Zweibrücken eine Herkulesaufgabe stemmen. Erst 14 Tage vor dem Saisonstart hatte Herceg seinen Kader komplett zusammen, damals kalkulierte der Verein mit einem Etat von 350.000 Euro. Ein Budget, das mit Blick auf Verpflichtungen wie Rufat Dadashov, André Fliess und der Weiterverpflichtung von Christian Telch und Adam Bouzid von Kennern als zu niedrig angesetzt wurde. Kurz vor dem Ende der Wechselfrist legte der Verein eine Vollbremsung hin. Vier Spieler, Christian Telch (Goslar), André Fliess (Nöttingen), Simon Maurer (Pirmasens) und Rufat Dadashov (1. FC Saarbrücken), konnten an andere Vereine vermittelt werden – Torwarttrainer Enver Marina verließ den SVN in Richtung Diefflen. SVN-Chef Richard Denger sprach von einer sechsstelligen Summe, die der Verein dadurch einsparen könne. Billig waren die eiligst verpflichteten Neuzugänge. Spieler wie Murat Bildirici (ehemals VfL Wolfsburg, Ex-U19-Nationalspieler), Roosevelt Jones (FC Nöttingen) oder David Jahdadic (SV Wilhelmshaven) verfügen über Qualität, haben aber Nachholbedarf. Sportlich läuft es nicht rund beim letztjährigen Tabellensiebten. Einfache Fehler in der Hintermannschaft, eine schlechte Chancenverwertung in der Offensive, fehlende Kreativität im Zentrum und schwache Standards sind die Gründe, warum der SVN bis auf den letzten Platz abgerutscht war. Der 2:1-Sieg in Kassel hat die Negativserie beendet. „Die Mannschaft macht Fortschritte“, sagt Herceg, der den FKP gegen den VfB Stuttgart gesehen hat und drei Spiele auf DVD zur Analyse einsetzt. (daa)

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