Pirmasens Felix Bürger macht den FKP glücklich

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Kaiserslautern. Felix, der Glückliche! Felix Bürger hat am Samstagnachmittag die Regionalliga-Fußballer des FK Pirmasens und deren Anhang auf den Rängen des Fritz-Walter-Stadions glücklich gemacht. Der Joker erzielte vier Minuten nach seiner Einwechslung den Treffer zum 1:0 (0:0)-Sieg im Westpfalzderby beim 1. FC Kaiserslautern II. Durch die gleichzeitige 1:2-Heimniederlage des FC Nöttingen gegen den SC Freiburg II rückte „die Klub“ auf den 14. Tabellenplatz vor.

„Absoluter Wahnsinn“, freute sich der 22-Jährige genauso wie die rund 350 für mächtig Stimmung sorgenden FKP-Anhänger unter den 470 Zuschauern über sein drittes und wohl bislang wichtigstes Regionalligator. „Jannik Sommer macht das überragend und legt den Ball quer. Ich habe mich entschlossen, ihn anzunehmen und dann gegen die Laufrichtung des Torwarts zu schießen“, schilderte der Matchwinner seinen Treffer. Doch nicht nur Sommer, der viele gute Aktionen hatte, sondern auch Patrick Freyer und vor allem der starke Sascha Hammann besaßen, bevor der Ball über Sommer zu Bürger kam, dicke Aktien an der Entstehung des 1:0 in der 68. Spielminute. Nach dem Tor stürmte Bürger blitzartig Richtung Auswechselbank und sprang dem verletzt zuschauenden Mittelstürmer Benjamin Auer direkt in die Arme. „Er hat mir vor meiner Einwechslung prophezeit, dass ich heute ein Tor schieße“, erklärte Bürger, der nach 64 Minuten den glücklosen Dennis Gerlinger abgelöst hatte. Acht Minuten nach dem 1:0 hätte Bürger, der schon am Mittwoch im Verbandspokalfinale das Siegtor vorbereitet hatte, fast noch das 2:0 erzielt. Wiederum setzten Freyer, der im Angriffszentrum imponierte, und dann Hammann den Mann mit der Nummer 26 klasse in Szene, doch sein Schlenzer aus 18 Metern landete an der Latte. „Das war Pech“, konstatierte Bürger. Ebenfalls Aluminium traf Mathäus Gornik kurz nach der Pause. Nach feiner Ecke des am Samstag wieder viele Kilometer fressenden, wertvollen Sebastian Reinert bugsierte der ebenso wie Hammann in die Startelf gerückte Außenverteidiger den Ball per Kopf ans FCK-Gehäuse. „Ich hatte zu viel Druck hinter dem Ball, deshalb kam er einen Tick zu hoch“, bedauerte Gornik (vor seinem Wechsel zum FKP 2008 acht Jahre beim FCK), auf dem Betzenberg nicht getroffen zu haben. Überhaupt präsentierten sich Hammann und Gornik sowohl offensiv als auch defensiv in prächtiger Verfassung. FKP-Coach Peter Tretter hatte die beiden für die am Mittwoch im Pokalfinale nicht überzeugenden Außenverteidiger Simon Maurer und Karsten Schug in die Startelf beordert. Klasse, wie Gornik vor der Ecke, die zu seinem Lattentreffer führte, Gerlinger auf der rechten Seite bediente. Schon vor der Pause setzten die Pirmasenser im Stadion des Tabellenvierten immer wieder Nadelstiche. Adam Bouzid schoss per Direktabnahme über die Latte (4.), Sommer, der hauchdünn das Tor verfehlte (10.) und dem ein klarer Elfmeter nach Handspiel verweigert wurde (17.), sowie zweimal Freyer (24., 40.) vergaben gute Einschussmöglichkeiten. Die waren beim Gastgeber, der mit Mateusz Klich und Amin Younes zwei Zweitligaprofis aufgeboten hatte, Mangelware. Denn die FKP-Defensive stand auch in der Innenverteidigung mit Pokalheld Marco Steil und dem erneut glänzenden Alexander Heinze bombensicher. Sehenswert, wie Heinze bei der einzigen FCK-Chance vor der Pause dem aktuellen U21-Nationalspieler Younes den Ball wegspitzelte (24.). „Wir haben das gut gemacht. Vor den Profis muss man nicht mehr Respekt haben als vor den anderen Spielern auch“, merkte Heinze an. Die zweite richtig brenzlige Situation aus Sicht der Pirmasenser klärte letztlich Mirko Bitzer. Der Lauterer im FKP-Tor schnappte sich in letzter Sekunde den Ball vor dem plötzlich frei vor ihm auftauchenden Yannick Nonnweiler (82.). „Mein absoluter Respekt gilt der Mannschaft. Was die nach den 120 kräfteraubenden Pokalminuten heute rausgehauen haben ...“, zog Tretter vor seinem Team den Hut. Der Trainer des FCK II, Konrad Fünfstück, stellte fest: „Der Sieg geht in Ordnung. Die Pirmasenser sind an ihre Grenzen gegangen und haben alles für den Sieg investiert.“

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