Interview
Feldspieler Dreyer im Eppenbrunner Tor: „Ich habe die Torwartbewegungen ganz gut drin“
Herr Dreyer, warum fiel die Wahl nach Wolfers Verletzung auf Sie als Mann zwischen den Pfosten?
Ich habe tatsächlich noch nie im Tor gespielt. Allerdings ging ich früher auf dem Bolzplatz mit Freunden immer gern ins Tor. Es hat großen Spaß gemacht und ich wäre gerne Torwart geworden. Aber irgendwann war ich im Feld ganz gut und musste draußen spielen. Wahrscheinlich war das jetzt die beste Lösung. Ich denke, ich habe die Torwartbewegungen ganz gut drin.
Zunächst spielten Sie noch mit einer Zerrung. Handschuhe haben Sie von Ihrem Hauensteiner Landesligakollegen Kevin Jung bekommen. Gibt es mittlerweile auch Torwarttraining?
Nein. Ich spiele im Training normal im Feld mit und gehe beim Schusstraining ins Tor. Das muss reichen. Sicher gibt es genug Nachteile. Aber als gelernter Offensivspieler kann ich schon ab und zu erahnen, was die gegnerischen Stürmer vor dem Tor machen. Ich habe erst kürzlich mit Hauensteins Spielertrainer Niklas Kupper gesprochen, mit dem ich gut befreundet bin. Der sagt auch, es sei ihm unangenehmer, beim Strafstoß gegen einen Feldspieler anzutreten, als gegen einen gelernten Torwart.
Ihre Bilanz in vier Spielen sind vier Punkte und sieben Gegentore. Wie bewerten Sie das?
Das hört sich viel an. Aber mir ist im letzten Spiel in Ramstein der erste Patzer unterlaufen. Eigentlich sind alle zufrieden mit meiner Leistung.
Die Gegner wissen, dass Sie eigentlich Feldspieler sind. Gibt es da spezielle Maßnahmen?
Ja, die gibt es. In den vergangenen Spielen wurden die Eckbälle scharf auf den kurzen Pfosten getreten. Wenn man keine 1,85 Meter groß ist, ist rauslaufen schwierig. Aber unsere großen Spieler wie Zarbel, Dauenhauer oder Neb räumen da ordentlich was weg.
Abstiegskampf mit ungelerntem Torwart ist eher ungewöhnlich. Was machen Sie, wenn Eppenbrunn den Klassenerhalt schafft?
Dann freue ich mich unglaublich. Wir haben eine super Kameradschaft in der Truppe und ich glaube an den Klassenerhalt. Ich wechsle nach der Runde als Spielertrainer, dann zusammen mit Yannick Drews, zum Hochstellerhof, weil ich mich zukünftig schon auf der Trainerschiene sehe. Aber der Abschied tut schon weh. Daher würde ich natürlich lieber mit einem Erfolgserlebnis gehen.
Eppenbrunn hat Hauenstein vor sechs Wochen mit einem 4:0-Erfolg im Nachholspiel bereits einmal wehgetan. Was erwarten Sie für Samstag?
Damals kam uns sicher der enge Kunstrasen auf dem Ausweichplatz in Contwig entgegen. Wie damals wollen wir auch am Samstag kompakt stehen und nach vorne Nadelstiche setzen. Ich bin nicht nur mit Niklas Kupper, sondern auch mit Hauensteins Luca Schmidt gut befreundet und kenne auch alle anderen Spieler. Am liebsten wäre es mir, wenn wir den Klassenerhalt schaffen und Hauenstein einen der ersten beiden Plätze belegt.
Zur Person
Der in Landau bei der Firma Debeka arbeitende Dreyer wohnt in Petersberg und spielt aktuell im fünften Jahr bei der SG Eppenbrunn. Bis zu seinem zehnten Lebensjahr war der Mittelfeldspieler beim FC Fehrbach aktiv. Danach spielte er bis zur B-Jugend beim 1. FC Kaiserslautern, bevor er sich dem FK Pirmasens anschloss. Damals war unter anderem Peter Tretter sein Trainer. Zwei Kreuzbandrisse warfen das Talent entscheidend zurück. Nach Saisonende wechselt Dreyer als Spielertrainer zum A-Ligisten SV Hochstellerhof.
Landes-/Bezirksligaspiele
Landesliga: SV Hinterweidenthal – SG Hüffelsheim (Sonntag, 15 Uhr), VfR Kaiserslautern – SF Bundenthal (Sonntag, 15.15 Uhr)
Bezirksliga: SV Kirchheimbolanden - FC Fehrbach (Sonntag, 15 Uhr), SG Oberarnbach/Ob.-Ki./Bann - SpVgg Waldfischbach-Burgalben (Sonntag, 15.15 Uhr).