Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel FC Ruppertsweiler erwägt rechtliche Schritte bei Nicht-Aufstieg

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Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hat – wie berichtet – entschieden, die Saison wegen der Corona-Krise zu beenden und Auf- und Absteiger nach dem aktuellen Tabellenstand zu bestimmen. Dies führt zum Beispiel in der Herren-Kreisliga Ost zu einem Härtefall.

Dort belegt der in 14 Partien nur einmal besiegte FC Ruppertsweiler mit 25:3 Punkten und einer Spieledifferenz von plus 68 den dritten Platz. Davor liegen der TTC Hauenstein II (25:3/+79) und der TTC Bruchweiler II (27:5/+96). Bruchweiler ist also nur deshalb „Abbruch-Meister“, weil es bereits zwei Spiele mehr in dieser Saison absolviert hat, was nach der Corona-Regelung des DTTB aber schlichtweg egal ist.

Ehrenrunde in Kreisliga?

Die nach ihrer Neugründung zweimal hintereinander aufgestiegene Tischtennis-Abteilung des Fußballclubs Ruppertsweiler befürchtet nun, statt des Durchmarschs in die Bezirksklasse eine Kreisliga-Ehrenrunde drehen zu müssen – trotz der Top-Bilanz, trotz eines vor der Saison vom Pfälzischen Tischtennisverband (PTTB) herausgegebenen Plans, wonach im Spieljahr 2019/2020 in der Kreisliga „die ersten drei Mannschaften aufsteigen“, wie FCR-Kapitän Marc Müller betont.

„Vielleicht am Ende mit nichts da“

Die Landesverbände entscheiden, was mit Teams auf eigentlichen Relegationsplätzen geschieht. In der Pfalz ist hierzu noch kein Beschluss gefasst. Müller befürchtet nun, dass Rang drei nicht ausreicht, um nächste Saison in der Bezirksklasse zu spielen. „Es wäre von der Fairness schon eine Sauerei. Das hätte ja für jeden Verein schlecht ausgehen können“, sagt Müller. Außerdem bedauert er sehr, dass seiner Mannschaft die Chance genommen wurde, sich erneut für die deutsche Pokalmeisterschaft der Kreisligen zu qualifizieren: „Vielleicht stehen wir am Ende mit nichts da. Es ist ja gerade gut gelaufen bei uns, wir haben schon auf die nächsten Spiele hingefiebert.“

Der FCR-Kapitän will nicht ausschließen, dass sein Verein im Falle eines verwehrten Aufstiegs einen Rechtsanwalt zu Rate zieht. „Da müssen wir uns intern besprechen, es ist aber eine Option“, merkt Müller an.

Bruchweiler profitiert

Beim TTC Bruchweiler II, der als Tabellenerster sicher aufsteigt, bedauert man Ruppertsweilers Lage. „Ich hoffe schon, dass der FCR aufsteigt. Es ist aber der Situation geschuldet. Wie löst man so etwas gerecht?“, stellt Markus Metzger, der 2. Vorsitzende des TTC, eine rhetorische Frage. Ihm ist bewusst, dass Bruchweiler II, wenn die Saison zu Ende gespielt worden wäre, durchaus noch auf den dritten Rang hätte zurückfallen können. So stand noch die Partie gegen den Tabellenzweiten Hauenstein auf dem Spielplan. Das letzte Spiel vor dem Abbruch verlor Bruchweiler II gegen Ruppertsweiler mit 5:9.

Hauptsache Aufstieg

Ebenfalls entspannt sehen die Hauensteiner, die als Zweiter ebenfalls sicher in die Bezirksklasse aufsteigen sollten, die Lage. „Das muss man so akzeptieren. Es ist für mich die beste Lösung. Die Saison gar nicht zu werten, wäre nicht gut gewesen“, sagt Joachim Specka, der Kapitän der zweiten Hauensteiner Garde. Dass sein Team nicht Meister geworden ist, sei ihm in diesem Fall egal: „Es ist ein Ehrentitel, aber die Hauptsache ist, dass wir aufsteigen.“

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