Kommentar Fakten zusammentragen
Bei den Recherchen zu den ersten Artikeln über das Zwangsarbeiterlager auf der Biebermühle waren 2021 nur wenige verlässliche Akten und Dokumente zu finden. Das hat sich inzwischen zum Glück geändert. Im Stadtarchiv gibt es jetzt sogar eine Liste mit 3500 Namen von Zwangsarbeitern, die in Pirmasens eingesetzt wurden und sogar Angaben, wo diese gearbeitet hatten. Wenn sich den Historikern des Bezirksverbands jetzt noch die französischen Archive in Paris öffnen würden, könnten noch mehr Informationen zusammenkommen. Und dazu finden sich auch heute noch Zeitzeugen und Nachkommen, die berichten können, wenn sie bei einer Veranstaltung wie am Mittwoch die Gelegenheit dazu bekommen.
Der Bezirksverband sollte solche Infoabende in allen Sitzgemeinden im Kreis anbieten. Die Frau aus Thaleischweiler-Fröschen, die im Rollstuhl nach Pirmasens kam, um ihre Erlebnisse zu schildern, ist nicht die einzige, die erzählen könnte, wie es damals wirklich war. Dann könnte am Ende auch ein Buch stehen, wie in Zweibrücken, wo ein Arbeitskreis sehr detaillierte und berührende Fakten zusammentragen konnte. Das braucht es auch für Pirmasens.
