Pirmasens „Für unseren Verein im Dörfchen ist die Bezirksliga top“
FEHRBACH. Als Vierter hatte der FC Fehrbach in der vorigen Saison in der Bezirksliga Westpfalz 57 Punkte gesammelt, zudem sensationell das Halbfinale im Verbandspokal erreicht. Erfolgstrainer Jochen Ellermann, der weiterhin als Spieler zur Verfügung steht, gab sein Amt an Martin Gries (31) ab. Die beiden Ex-Oberligaspieler kennen sich aus gemeinsamer Zeit beim SVN Zweibrücken recht gut. Am Sonntag (15 Uhr) startet Fehrbach auf heimischem Kunstrasen gegen den Titelaspiranten VfR Kaiserslautern in die Saison. Helmut Igel sprach mit Martin Gries.
Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Der Trainingsbesuch – es waren im Schnitt zwischen 24 und 30 Mann da, zumal die erste und zweite Mannschaft gemeinsam trainieren – war doch sehr gut, auch wenn vereinzelt Studenten oder beruflich verhinderte Spieler fehlten. Aber wir spielen ja auch nur Bezirksliga. Der harte Kern meines Bezirksligakaders war zu hundert Prozent immer da. Ist die doch so erfolgreiche vorige Saison des FCF eine Hypothek für Sie? Das würde ich so nicht sagen, auch wenn es schon außergewöhnlich ist, dass ein Bezirksligist das Halbfinale im Verbandspokal erreicht. Die Mannschaft hatte einfach Qualität, und ich bin froh, dass wir den Stamm halten konnten. Nur fehlte es dem Kader im letzten Saisondrittel der vorigen Runde an Breite, sonst wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen. Wie oft werden Sie sich aufstellen? Zunächst mal: Ich bin fit. Aber ich möchte meine jungen Spieler auf den Platz bringen. Wenn ich allerdings sehe, dass mein Team Sicherheit im Spiel braucht, Ruhe benötigt oder es zu viele enge Situationen gibt, könnte ich mich einsetzten. Aber wir haben viele A-Junioren, die in den aktiven Bereich hochgerückt sind. Die sollen Einsatzzeiten bekommen. Es wird sich von Spiel zu Spiel zeigen, wie oft ich selbst mitmache. Spielt auch Jochen Ellermann? Jochen ist in jedem Training dabei und hat wie jeder andere einen Anspruch darauf, zu spielen. Mit seiner Erfahrung bringt er viel Ruhe ins Spiel. Er ist ein vorzüglicher Teamplayer und kann uns sehr helfen. Wir haben bereits in Zweibrücken zusammen gespielt, und ich kann mir vorstellen, auch wieder gemeinsam mit ihm auf dem Platz zu stehen. Was sind die wichtigsten Saisonziele? Fehrbach ist ein Dörfchen. Da ist die Bezirksliga absolut top für den Verein. Aber wir müssen auch den Anspruch haben, uns zu steigern. Einen Platz besser als in der vorigen Saison wollen wir schon sein. Aber wir müssen nicht in der nächsten Saison unbedingt Landesliga spielen. Die kontinuierliche Entwicklung der letzten Jahre soll fortgesetzt werden, die Spieler sollen sich weiterentwickeln und vor allem Spaß haben. Gilt es noch irgendwo nachzubessern? Nein, das sehe ich im Moment überhaupt nicht. Rund zwei Drittel der Mannschaft spielt schon seit der Jugend zusammen. Das hier in Fehrbach ist ein eingeschworener Haufen. Ihre Prognose zum Saisonstart… Die ersten beiden Spiele gegen die Titelkandidaten VfR Kaiserslautern und VfB Reichenbach werden zeigen, wo wir stehen. Wir müssen am Sonntag mit jedem unserer Gedanken auf dem Platz sein. Der VfR verfügt über richtig gute Kicker. Wir müssen dagegenhalten, nicht nur versuchen, die Null zu halten, sondern auch Akzente nach vorne setzen. Wir haben den Anspruch, die Punkte zu Hause zu behalten. Weiter spielen —Der SV Hinterweidenthal eröffnet morgen (19.15 Uhr) die Bezirksligasaison gegen SG Jettenbach-Eßweiler-Rothselberg. —Die SG Rieschweiler II erwartet am Samstag (17 Uhr) Titelanwärter Reichenbach. —Neuling FC Dahn startet am Sonntag (15 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den FV Ramstein ins Abenteuer Bezirksliga. |ig