Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Für eine halbe Million Euro: Plub-Schwimmbad bekommt neue Umkleiden [mit Bildergalerie]

Die fast 40 Jahre alten Umkleidekabinen im Plub wurden schon abgerissen.
Die fast 40 Jahre alten Umkleidekabinen im Plub wurden schon abgerissen.

Seit 1. Juni läuft die Freibad-Saison im Plub in Pirmasens. Während das Wetter noch nicht zum Baden im Freien einlädt, brummen im Inneren Presslufthämmer und Bohrmaschinen.

Über die Sommermonate sind zwei Dinge im Pirmasenser Plub zur Tradition geworden: Während die Gäste im Freien die Sonne und das kühle Nass genießen, verwandelt sich das Hallenbad in eine Baustelle. Auch in diesem Jahr nutzen die Stadtwerke die Freibadsaison, um das Plub innen auf Vordermann zu bringen.

Das größte Projekt in diesem Sommer sind die Umkleidekabinen. Sie stammen noch aus dem Jahr 1988 und werden in den kommenden Monaten durch neue ersetzt. „Das ist noch ein Zeichen von Qualität, dass die so lange gehalten haben“, scherzte Oberbürgermeister Markus Zwick, der die Baustelle im Plub am Dienstag besichtigte.

Offener, moderner, freundlicher

Die fast 40 Jahre alten Umkleiden wurden bereits abgerissen, berichtete Plub-Betriebsleiter Peter Zimmermann. Im nächsten Schritt werden alle Fliesen entfernt. „Das wird alles neu gemacht“, sagte Zimmermann. Die Deckenpaneele und die Beleuchtung sollen ebenfalls ausgetauscht werden. „Und die Wasser- und Stromanschlüsse machen wir direkt mit“, ergänzte der Betriebsleiter.

Plub-Betriebsleiter Peter Zimmermann (links) im Gespräch mit den Aushilfshandwerkern Markus Zwick und Christoph Dörr.
Plub-Betriebsleiter Peter Zimmermann (links) im Gespräch mit den Aushilfshandwerkern Markus Zwick und Christoph Dörr.
Auf das Hallenbad müssen die Plub-Gäste bis Anfang September verzichten.
Auf das Hallenbad müssen die Plub-Gäste bis Anfang September verzichten.
Auch die Waschbecken werden ausgetauscht.
Auch die Waschbecken werden ausgetauscht.
Es erinnert nicht mehr viel an die alten Umkleiden.
Es erinnert nicht mehr viel an die alten Umkleiden.
Der Boden ist blank: Im gesamten Umkleidebereich werden neue Fliesen verlegt.
Der Boden ist blank: Im gesamten Umkleidebereich werden neue Fliesen verlegt.
Bis Ende des Sommers sollen die neuen Umkleiden fertig sein. Kostenpunkt: rund 500.000 Euro.
Bis Ende des Sommers sollen die neuen Umkleiden fertig sein. Kostenpunkt: rund 500.000 Euro.
Alles nur Spaß: Stadtwerke-Geschäftsführer Christoph Dörr und OB Markus Zwick »attackieren« sich mit Vorschlaghämmern.
Alles nur Spaß: Stadtwerke-Geschäftsführer Christoph Dörr und OB Markus Zwick „attackieren“ sich mit Vorschlaghämmern.

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Der neue Umkleidebereich soll offener, moderner und freundlicher gestaltet werden, kündigte Zimmermann an. Das lassen sich die Stadtwerke einiges kosten. In die Modernisierung der Umkleiden fließt etwa eine halbe Million Euro, verriet Geschäftsführer Christoph Dörr.

„Nehmen auch in Zukunft Geld in die Hand“

Insgesamt investieren die Stadtwerke 850.000 Euro in diesem Jahr. Neben den Umkleiden wird das dritte Jahr in Folge daran gearbeitet, den Brandschutz auf den neuesten Stand zu bringen. „Mit aller Vorsicht sage ich mal, dass wir dieses Jahr vielleicht damit fertig werden“, sagte Dörr.

Der Geschäftsführer betonte, dass die Stadtwerke auch in den kommenden Jahren Geld ins Plub stecken wollen. Für 2026 sei bereits vorgesehen, die Wasserpumpen zu modernisieren, eine Frischzellenkur für die Rutsche und die Becken sei ebenfalls geplant. „Wir stehen in Konkurrenz zu anderen Bädern und müssen das Plub laufend attraktiv halten – deshalb nehmen wir auch in Zukunft Geld in die Hand“, kündigte der Stadtwerke-Chef an.

Oberbürgermeister enttäuscht

OB Zwick lobte die Mühen, die für das Plub aufgebracht werden. „Es ist nicht selbstverständlich, so ein Schwimmbad in Pirmasens zu haben. Viele andere Städte können sich das nicht mehr leisten“, meinte Zwick.

Trotzdem konnte das Stadtoberhaupt nicht ganz verbergen, dass er bei der Baustellenbesichtigung auch etwas enttäuscht war. Gemeinsam mit Dörr hatte Zwick den Termin im Plub genutzt, um in der Kostümkiste zu wühlen. Der Oberbürgermeister und der Stadtwerke-Chef kamen mit Latzhose, Bauhelm und Stahlkappenschuhen – jeweils ausgestattet mit einem nagelneuen Vorschlaghammer. Dieses Werkzeug wollte der OB nur allzu gern ausprobieren. Da die echten Handwerker seit Anfang vergangener Woche allerdings schon ganze Arbeit geleistet haben, gab es nichts mehr, das Zwick mit seinem Hammer hätte kaputthauen können.

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