Pirmasens Es werden immer weniger

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Keine D-Juniorinnen (U12) mehr, drei C-Juniorinnen-Teams (U14) und zwei Neunerteams bei den B-Juniorinnen (U16) – so präsentierte sich in der abgelaufenen Saison der Mädchenfußball in der Region Pirmasens. In der neuen Saison sind es sogar insgesamt nur noch vier Teams, die B-Juniorinnen des SV Lemberg, der JSG Linden/Heltersberg und der SG Hinterweidenthal/Hauenstein sowie die C-Juniorinnen des FV Münchweiler. Der femine Fußball steckt eindeutig in der Krise, und das nicht nur in der Südwestpfalz.

Uwe Hagen, Koordinator für Mädchenfußball beim SV Lemberg, sieht dies als Folge davon, dass in den unteren Jungenteams bis hinauf zu den D-Junioren (U13) kaum noch Mädchen zu finden seien. „Da fängt das halt an und setzt sich dann bis oben fort“, sieht er hier eine gefährliche Entwicklung. Denn wer erst nach dem „goldenen Lernalter“ (12 bis 14 Jahre) mit dem Fußballspielen anfange, tue sich schwer. Hagen nennt zwei Möglichkeiten, dem Negativtrend entgegenzusteuern: „Futsal auf kleinen Spielfeldern mit weniger Spielerinnen und überlegen, ob nicht die Altersstruktur verändert werden könnte.“ Marina Reisdorf, Trainerin bei den „Turbinchen“ des VfB Rotenstein Münchweiler, hat erkannt: „Viele Mädchen trauen sich nicht, zum Fußball zu gehen. Hier herrscht immer noch die Meinung vor, dass sich das nicht für ein Mädchen gehört.“ Lemberg hatte in der abgelaufenen Runde ein B- und ein C-Juniorinnenteam, in der neuen Saison meldet der SVL nur eine B-Juniorinnen-Mannschaft. „Unbefriedigend, aber nicht zu ändern“, sagt Hagen dazu. Daniel Zoller, Ansgar Uelhoff und Brigitte Wachter stehen als Trainerteam bereit. Es sei, so Hagen, das erklärte Ziel des SV Lemberg, in ein oder zwei Jahren wieder eine Frauenmannschaft auf den Platz zu bringen. Bei den C-Juniorinnen wurde die SG Hinterweidenthal/Hauenstein zum dritten Mal in Folge Meister der Landesliga Westpfalz. In der gesamten Saison verlor das von Stefan Gabriel und Joachim Burkhard trainierte Team nur eine Partie (0:4 beim 1. FFC Kaiserslautern). „Da haben wir aber auch einen rabenschwarzen Tag erwischt“, erzählt Gabriel. Sehr gefreut hat ihn dagegen, wie seine Mädels die Partie gegen die SG Marnheim/Bolanden nach 0:1-Rückstand bis zur 65. Minute noch mit 2:1 gewannen: „Sie haben mit viel Wille und einer tollen Teamleistung das Spiel noch gedreht.“ Überhaupt sei der Teamgeist das herausragende Element der Mannschaft. „Die Spielerinnen haben auch immer geguckt, dass jede im Team Tore geschossen hat. Auch die Torfrau kam da zum Zug“, lobt Gabriel. Sechs Mädels sind jetzt im B-Juniorinnen-Alter (U16) angelangt. Daher hat die Wasgau-Spielgemeinschaft für die neue Saison eine U16- und keine U14-Mannschaft gemeldet. Sina Riegel, Johanna Hubele und Reisdorf spielen alle drei in der Frauen-Fußballmannschaft des VfB Rotenstein Münchweiler. Spielten muss es eigentlich heißen, denn die drei Münchweilerer Fußballvereine fusionierten jetzt zum FV Münchweiler. Da die drei zugleich auch Trainerinnen des bisherigen VfB-Mädchenteams sind, sagt Reisdorf: „Die Mädchen und der Fußball profitieren schon jetzt davon. Die zwei Mädels, die jetzt in den U16-Bereich hochrücken, finden keine Mädchenmannschaft bei uns. Sie müssten aufhören oder den Verein wechseln. Sie werden jetzt bei den C-Junioren des FV Münchweiler im Ort weiter kicken.“ Münchweiler wird in der neuen Saison vermutlich nur noch ein Siebener-C-Juniorinnen-Team stellen, da nur noch zehn Spielerinnen zur Verfügung stehen. Mit Plakaten und Flyern in den Schulen und Kindergärten der Verbandsgemeinde werde, so Reisdorf, regelmäßig versucht. Mädchen für diesen Teamsport zu gewinnen. Sie verweist darauf, dass das Team nicht nur Fußball spiele, sondern auch gerne gemeinsam Radtouren unternehme. Etwa zum Schwimmen nach Hauenstein oder zum Mini-Golf nach Rodalben.

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