Weißenburg Erste Aquarellbiennale mit 52 Künstlern

Ein Gemälde (Ausschnitt) von Théo Sauer, dem Ehrengast der Aquarell-Biennale.
Ein Gemälde (Ausschnitt) von Théo Sauer, dem Ehrengast der Aquarell-Biennale.

Das elsässische Weißenburg wird um Pilgerort für Kunstfreunde: Die erste Biennale für Aquarell bringt 51 internationale Aquarellmaler und einen Ehrengast in die Stadt.

Veranstalter ist der Verein Alsaquarelle, der sich 2024 gründete und hauptsächlich aus Schülern des Malers Théo Sauer sowie des Vereins WissArt besteht. Die Förderung der sensiblen Technik der Aquarellmalerei sei der Zweck der Biennale, die sich an Aquarellbiennalen wie in Brioude (Auvergne) oder dem südfranzösischen Caussade orientiert.

Zu sehen sind die Werke im Espace Louise Weiss (nationalen und internationalen Aquarellmaler) sowie in der Grange aux Dîmes (regionale Künstler). Neben den Ausstellungen wird Live-Malerei geboten, um die Technik zu demonstrieren. Außerdem soll es Workshops und Vorträge geben. Die Stadt Weißenburg vergibt einen Preis sowie einen Publikumspreis.

Star der ersten Biennale und Ehrengast ist der aus Lampertsloch bei Lembach stammende Théo Sauer (Jahrgang 1954) der sich in seinen Werken gerne den verlassenen Fabrikbauten im Elsass annimmt und auch gerne mal einfach einen Bretterstapel in Aquarell zum Kunstwerk werden lässt. Unter den 52 Ausstellern finden sich praktisch alle Varianten der Aquarellmalerei von sehr dekorativen Malern bis zu expressiven Künstler, die statt Aquarellpapier auch mal eine Zeitung als Malgrund nutzen.

Reiseimpressionen sind die bevorzugten Motive vieler Künstler und hier vor allem das Meer. Es gibt auch Tiermaler und einige Künstler, die Fantasymotive auf Papier gebracht haben. Die aus Iran stammende Sahel Ardi malt hingegen rein abstrakt und lässt die Farben sich explosionsartig auf dem Papier ausbreiten. Andere sind dagegen geradezu minimalistisch wie der Elsässer François Maluati, der einfach ein Wasserglas als Motiv nimmt. Eine Sonderrolle unter den Ausstellern nimmt die aus dem elsässischen Seebach stammende Nathalie Steinmann ein, die extrem detailreiche Architekturdarstellungen fertigt.

Info

Vernissage ist am Samstag, 6. Juni, 11 Uhr im Espace Louise Weiss, Rue des Écoles, bis 14. Juni, täglich von 10 bis 19 Uhr.

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