Fußball
Entscheidender Elfmeter im Aufstiegsspiel zur Bezirksliga zwischen Lemberg und Gundersweiler
Vor der stattlichen Kulisse von 550 Zuschauern gewann der Vizemeister der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg, der SV Gundersweiler, das erste Bezirksliga-Aufstiegsspiel beim SV Lemberg, dem Vizemeister der A-Klasse Pirmasens-Zweibrücken, verdient mit 5:2 (3:1) Toren. Als Verlierer dieser fairen Auftaktpartie in der Relegation muss der SV Lemberg am Sonntag um 16 Uhr zum zweiten Spiel beim VfB Waldmohr antreten, der sich in der A-Klasse des Kreises Kusel-Kaiserslautern die Vizemeisterschaft holte.
Der über 90 Spielminuten stärkste Spieler auf dem tiefen und schwer bespielbaren Rasen in Lemberg setzte schon in der fünften Minute seine Duftmarke. Die Ecke von Bastian Steer setzte Sajoscha Basalyk mit einem sehenswerten Flugkopfball zum 0:1 in die Maschen. Die Gastgeber zeigten sich aber nicht geschockt, antworteten sofort. Tobias Siewert schoss aus 20 Metern knapp über das gegnerische Gehäuse. Der feine Diagonalpass von Artur Garibjan aus der Verteidigerposition heraus fand Tobias Siewert, der verlud seinen Gegenspieler und setzte den Ball unhaltbar neben dem Pfosten zum 1:1 (16.) ins Netz.
Gundersweiler stellt vor der Pause die Weichen
Gundersweiler kam jetzt aber immer besser ins Spiel, erarbeitete sich mehr Spielanteile, hatte ein Plus an Passgenauigkeit und kreierte im Angriff immer wieder gefährliche Situationen. Einen Schuss von Sascha Steffes konnte SVL-Keeper Marvin Herdt noch parieren, aber gegen den Nachschuss von Mica Pfeiffer zum 1:2 war er machtlos (36.). War Rico Strohm nach feinem Zuspiel von Steffes noch am SVL-Keeper gescheitert, holte er sich nur eine Minute später „seinen Treffer“. Ohne attackiert zu werden, setzte er einen 20-Meter-Schuss an den Innenpfosten – von dort sprang der Ball zum 1:3 (40.) ins Netz.
Standards des guten Eugen Stapper hatten dann das Potenzial zum Anschlusstreffer. Lemke scheiterte an SVG-Keeper Heske (44.), Christian Schumacher verpasste denkbar knapp am langen Pfosten (54.), und nach einer Ecke brachten die Lemberger drei Flipperbälle im Strafraum nicht über die Torlinie (55.).
Eigentor zum Endstand
„Nach dem Elfer war die Partie zu unseren Gunsten entschieden“, kommentierte SVG-Trainer Michael Hammerschmidt nach der Partie. Dominik Weiß wurde im Strafraum von Garibjan attackiert, fiel, und den Elfmeter verwandelte Igor Schmidt zum 4:1 für die Gäste (66.). „Wir haben die Situation nicht als elfmeterreif gesehen. Aber sie hat dann das Spiel endgültig entschieden“, sagte SVL-Coach Fabian Rösinger. Nach einem Freistoß von Stapper verlängerte Tobias Siewert per Kopf über den herauslaufenden SVG-Keeper hinweg zum 2:4 (68.). Danach hatten aber die Gäste die nötige Abgeklärtheit, den Sieg nach Hause zu schaukeln, hatten sogar durch Strohm und Tobias Basalyk noch gute Tormöglichkeiten.
Das 2:5 (84.) markierte ein Lemberger Spieler: Dennis Siewert köpfte den Ball bei einem Abwehrversuch ins eigene Netz. „Wir zeigten in der ersten Hälfte zu viel Respekt. Aber Hochachtung vor meinen Jungs, dass sie auch nach dem Elfer mutig weiter gespielt haben und ihre Chancen suchten. Wir werden am Sonntag in Waldmohr alles versuchen, um im Aufstiegsrennen zu bleiben“, kommentierte SVL-Trainer Rösinger. „Wir haben uns durch diesen Sieg eine gute Ausgangsposition für den Aufstieg in die Bezirksliga verschafft und können uns in Ruhe auf das dritte und letzte Aufstiegsspiel bei uns in Gundersweiler konzentrieren. Lemberg hat uns in der zweiten Halbzeit früher attackiert, was uns sichtlich vor Probleme gestellt hatte“, sagte SVG-Trainer Hammerschmidt.
So spielten sie
SV Lemberg: Herdt – Garibjan (67. Daniel Koch), Schumacher, Lemke, Blaser – Stapper, Koch (87. Gize), Dennis Siewert (87. Amponsah) – Wagner (71. Faaß), Kilian (87. Bäcker), Tobias Siewert.
Tore: 0:1 Basalyk (5.), 1:1 Tobias Siewert (16.), 1:2 Pfeiffer (35.), 1:3 Strohm (40.), 1:4 Schmidt (66., Elfmeter), 2:4 Tobias Siewert (68.), 2:5 Dennis Siewert (84., Eigentor) – Gelbe Karten: Lemke, Dennis Siewert, Stapper – Gress, Basalyk, Pfeiffer - Beste Spieler: Stapper, Tobias Siewert - Basalyk, Strohm, Schmidt – Zuschauer: 550 – Schiedsrichter: Sitzenstuhl (Landau).