Pirmasens Einwurf: Fauler Kompromiss

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Wohlmeinende könnten das Urteil im Fall SG Waldfischbach salomonisch nennen. Waldfischbach habe mit dem Einsatz des Spielers Marco Baumbusch im Bezirksliga-Aufstiegsspiel gegen den TuS Bolanden zwar einen Fehler gemacht, aber weil dieser Fehltritt so schwer zu erkennen war und nicht explizit in den Sportgesetzen des Südwestdeutschen Fußball-Verbands niedergeschrieben ist, habe die Spruchkammer „Gnade vor Recht“ walten lassen und das Spiel nicht für Bolanden als gewonnen gewertet, sondern eine Neuansetzung verfügt. Bei der Neuauflage solle dann Baumbusch nicht mehr zum Einsatz kommen. Dann sei alles gut. Dem ist aber beileibe nicht so. Mit der an den Haaren herbeigezogenen, mit viel Juristerei bepackten Urteilsbegründung will der Verband von den Mängeln in seiner Sportordnung ablenken. Ein Spiel zwischen zwei A-Klasse-Vizemeistern der Saison 2017/18 in der Saison 2017/18 kann nur ein Spiel der A-Klasse sein. Nur der Gewinner der Aufstiegsrunde spielt in der nächsten Runde in der Bezirksliga; der Verlierer steigt ja nicht aus der Bezirksliga ab, in der er nie gewesen ist. Sicherlich wird der SWFV seine Statuten hier präziser fassen. Dieses Urteil ist nur ein fauler Kompromiss.

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