Pirmasens Eine ganz starke Vorstellung

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Pirmasens. Wer beim Fußball-Regionalligisten FK Pirmasens nach dem 4:0 (2:0) gegen die TuS Koblenz in den Krümeln suchen wollte, fand nur einen Kritikpunkt: Der Sieg gegen den Drittletzten, der nun zehn Punkte Rückstand auf den FKP hat, hätte noch deutlicher ausfallen müssen (RHEINPFALZ am SONNTAG informierte).

Denn in der Schlussphase vergaben Jannik Sommer, der an den Pfosten hämmernde Dennis Gerlinger, der schon in der ersten Halbzeit eine Riesenmöglichkeit ausgelassen hatte, Felix Bürger und Sascha Hammann dicke Chancen zum 5:0 gegen nun völlig desolate Koblenzer, die nach Gelb-Rot für Felix Lietz seit der 64. Minute einen Mann weniger auf dem Rasen hatten. Im Gegensatz zum vorausgegangenen Heimspiel gegen Schlusslicht SVN Zweibrücken bot der FKP den 1000 Zuschauern nicht nur einen Zu-Null-Sieg, sondern richtig guten Fußball. „Wir haben durch die Bank ein klasse Spiel gemacht“, schwärmte Teammanager Andreas Kamphues. Überragend in einer starken Mannschaft: Kapitän Sebastian Reinert, der in der Mittelfeldzentrale das Spiel immer wieder antrieb, viele kluge Pässe schlug und den von Gerlinger verwandelten Elfmeter zum 3:0 herausholte. „Basti Reinert war stark verbessert, sehr kreativ – so erwarte ich ihn“, lobte Trainer Peter Tretter. Stets gefährlich die beiden Außenstürmer Gerlinger und Sommer, Schütze des 1:0 nach Vorlage des bravourösen Offensiv-Innenverteidigers Alexander Heinze. Und Mittelstürmer Benjamin Auer zeigte eindrucksvoll, wieso er in seiner Profikarriere 95 Tore in der ersten und zweiten Bundesliga erzielt hat. Nicht jeder Angreifer hätte den Koblenzer Rechtsverteidiger Stefan Hickl so düpiert, wie Auer dies beim 1:0 tat. Er spekulierte auf den Fehler Hickls, der die 150 TuS-Fans verzweifeln oder ausrasten ließ (siehe eigenen Bericht an anderer Stelle dieser Ausgabe). „Wenn er den Ball rausschießt, passiert nichts ...“, sagte Auer dazu. Gewohnt bienenfleißig die beiden Sechser des FKP, David Becker (allerdings in der ersten Halbzeit mit einigen Stockfehlern) und Adam Bouzid. Für die Koblenzer quasi unüberwindbar die Innenverteidiger Marco Steil und Alexander Heinze. Bitter für die Pirmasenser, dass Steil wegen seiner fünften Gelben Karte für die Partie beim SV Waldhof Mannheim am nächsten Samstag gesperrt ist. Linksverteidiger Karsten Schug machte seine Seite zu. Rechtsverteidiger Mathäus Gornik, für Simon Maurer in die Startelf gerückt, gelang dies nicht immer. Gornik leistete sich zudem ein Foul Zentimeter vor dem Strafraum und musste zur Halbzeit Sascha Hammann Platz machen. Wie zwei Spieltage zuvor hat Pirmasens nun nur noch drei Punkte Rückstand auf den Fünftletzten, den im Torverhältnis schlechteren FC Nöttingen. „Wir haben ein schwieriges Restprogramm, aber wenn wir so wie gegen Koblenz spielen, brauchen wir uns in der Liga vor niemand verstecken“, verbreitet Sommer Optimismus vor den vier restlichen Partien in Mannheim, gegen Saarbrücken, in Kaiserslautern und gegen Trier. Doppel-Torschütze Auer sieht’s ähnlich: „Wir machen uns schon Hoffnung, da noch mal ranzukommen.“ Schließlich will der 34-Jährige seine Laufbahn nicht mit einem Abstieg beenden.

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