Pirmasens „Eine ernsthafte politische Größe“

Alles beim Alten beim Stadtverband „Die Linke“ in Pirmasens: Bei der Mitgliederversammlung in Kuchems Brauhaus am Donnerstag wurden Brigitte Freihold und Frank Eschrich als Vorsitzende im Amt bestätigt. Mit ihren Stellvertretern Carmen Neumann, Klaus-Uwe Scheibert sowie Kassenprüfer Lothar Sandoz und Schriftführerin Kathrin Timm wurde der gesamte Vorstand für weitere zwei Jahre bestimmt.
„Die Linke ist und bleibt in Pirmasens eine ernsthafte politische Größe“, zog Vorsitzender Frank Eschrich in seinem Rechenschaftsbericht ein positives Resümee der Arbeit der vergangenen Jahre. Seit der Gründung 1998 konnte der Stadtverband die Mitgliederzahl kontinuierlich von damals sechs auf heute rund 180 Mitglieder steigern. Zwei weitere kamen am Abend der Versammlung dazu. Diese Entwicklung sieht Eschrich in der engagierten Arbeit im Stadtverband und im Stadtrat begründet. Die Politik für mehr soziale Gerechtigkeit, die Unterstützung für Hartz-IV-Betroffene, der Einsatz für eine nachhaltige Schulpolitik und eine sozial-ökologische Stadtentwicklung seien nur einige der Themen, für die sich „die Linke“ einsetze. „Wir sind die Fraktion mit den meisten Anträgen“, sieht sich Eschrisch mit seiner Partei in der Pflicht, als Opposition wichtige Themen anzustoßen und auf die Tagesordnung zu bringen. „Ich weiß, es ist oftmals nicht gerne gesehen, aber ich muss gestehen, es macht mir Freude“, sagte der Vorsitzende. Das gute Ergebnis bei den Kommunalwahlen und das überdurchschnittliche Abschneiden des Stadtverbandes bei den Landtagswahlen könne dennoch nicht über die schlechten Ergebnisse der Partei auf Landesebene hinwegtäuschen, führte Eschrich in seinem Bericht aus. „Wir haben einen guten Wahlkampf gemacht und können uns nichts vorwerfen“, sieht er seinen Stadtverband auf dem richtigen Weg. Dennoch bereite der zunehmende Rechtsruck in der Bevölkerung Sorgen. Aus diesem Grund sei es wichtig, der „unterschwelligen Neiddebatte in der Bevölkerung“, in der Asylsuchende und Deutsche gegeneinander ausgespielt würden, entgegenzuwirken, sagte Eschrich. „Es muss klar sein, dass das Problem einzig im ,oben’ und ,unten’ liegt“, rief er seine Mitstreiter zu mehr Engagement auf. Freihold ergänzte: „Die humanistischen Werte aufrecht zu erhalten ist immer noch unsere Hauptaufgabe.“ Bei den Neuwahlen wurden die bisherigen Vorstände mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Änderungen gab es einzig bei der Anzahl der Beisitzer. Die wurde von bislang zwei auf vier erhöht. Ursula Frey, Christa Krauß, Hans Müller und Bernd Schwarz ergänzen den Vorstand. |bos