Pirmasens Ein Spektakel für alle Generationen

Es ist wieder soweit, das 18. mittelalterliche Burgfest in authentischer Kulisse, der 1137 erstmals erwähnten Stauferburg „Gräfenstein“, wird an diesem Wochenende gefeiert.
Kinderdrachen durchjagen die Burggemäuer, Märchenerzähler beruhigen die junge Schar wieder. Schwerter klirren, wenn um die Gunst der Burgmaid gekämpft wird. Gaukler auf Stelzen und Jongleure erfreuen mit tollen Späßen und gekonnter Zauberei. Minnesänger singen über derbe Lebensweisen. Armbrust- und Bogenschützen testen ihre Treffsicherheit, und immer wieder gibt es die wundervollen Gesangseinlagen von „Triskilian". Am heutigen Samstag wird ein Feuerspektakel die wunderbare Burgkulisse in gespenstische aber auch begeisternde Feuerscheine versetzen. Heute öffnen die Stände der Marktbeschicker bereits um 11 Uhr, morgen, Sonntag, laden die Akteure ab 10 Uhr ins historische Gemäuer ein. Die Burgfestbesucher können in die Lebenswelt des Burgvolkes eintauchen. Mystische Geschichten, das Gezänke von wilden Weibern und bösen Rittern, all das kann hautnah verfolgt werden. Etwas mehr Ruhe versprechen die Tavernen, in denen die derb-deftigen Minnelieder erklingen. Nichts für zarte Gemüter. Heute um 11 Uhr ist Einlass, dann beginnt das Markttreiben. Es folgen Auftritte von Gauklern und Musikern, gegen 14 Uhr ist der Einzug der Darsteller durch den Markt zur Naturbühne, wo die Teilnehmer begrüßt und vorgestellt werden. Ob musikalische Zeitreise, durch verschiedenste Kulturwelten der Länder Europas und des Orients, ob heißes Feuerspektakel, ob Kinder-Ritterschlacht mit Befreiung der Prinzessin, dazwischen immer wieder aufsehenerregende Jonglagen und kultige Späße, urige Tavernenbegegnungen, das alles beinhalten die Burgfesttage. Das Landauer Duo Jomamakü bietet ein Kinderprogramm mit Gaukelei, Jonglage, Comedy und viel Fantasie. Sie bedienen mit ihrer spektakulären Feuershow und dem Schlachtruf „Die Gräfenstein soll brennen!“ aber auch die großen Leute. Das Mittelalter-Folk-Ensemble „Triskilian“ präsentiert sich auf der Bühne mit derbem Liedgut aus uralter Zeit, Ritterkämpfe von „Brachmanoth“, Kinder-Ritterschlacht und zum Abschluss Feuerspektakel. Mit flinker Zunge und vielen Instrumenten unterwegs: Theoderich Nêmmersatt, der sich selbst als den „unfugigsten unter den Spielleuten“ bezeichnet. Das Sonntagsprogramm ist ähnlich aufgebaut. Armbrust- und Bogenschießen, Pfeilwerfen, mit dem roten Kinderdrachen durch die Burg jagen, den Märchenerzählern lauschen, alles ist möglich. Vielseitige Handwerkskunst, vom Schmied, Laternenbauer, Glasperlenmacher, der Gewandschneiderin und Filzerin, dem Maler, Lederer oder Punzierer und anderen gibt es zu bewundern. Das zum Verkauf stehende Waren-Angebot der Handwerker umfasst unter anderem edle Bernsteinkunst, Edelsteine und Schmuck, Gewandung und Accessoires, Kräuter und Gewürze, Honig, Met, Beerenweine und Liköre, Kinder-Rüstzeug, Holz-Artikel, Felle und Wollsachen und vieles mehr. Für das leibliche Wohl sorgen der FC Gräfenstein, Uwes Met-Ausschank und die urige Gambrinus-Taverne.