Pirmasens Ein nahezu perfekter zweiter Durchgang

Fürth. Ulf Jung aus Höheischweiler hat bei den süddeutschen Meisterschaften im Kanuslalom den dritten Platz im Einer-Kajak (K1) der Jugend erreicht und ist damit für den Deutschland-Nachwuchscup qualifiziert.
Auf der Rednitz in Fürth lag der 15-Jährige von den Wassersportfreunden Zweibrücken trotz zweier Torstabberührungen und somit vier Strafsekunden nach dem ersten Durchgang auf Platz vier unter 31 Startern. In seinem zweiten Lauf zeigte er dann ein nahezu perfektes Rennen – bis zum allerletzten Tor. Ein Flüchtigkeitsfehler führte zu einer Berührung, was ihn Platz zwei kostete. Dennoch war die Freude über den Gewinn der Bronzemedaille groß. Welches Talent und Wassergefühl er besitzt, unterstrich er mit seinem dritten Platz im Einer-Canadier, der kniend und mit einem Stechpaddel manövriert wird, obwohl dies nicht seine Paradedisziplin ist. Vierter wurde er im Mannschaftsrennen mit zwei Slalomkanuten des VfL Brohl. Sein jüngerer Bruder Holger Jung, der schon zuvor für die deutschen Schülermeisterschaften in Berlin qualifiziert war, zeigte in Fürth nicht sein ganzes Können. Im ersten Lauf im Einer-Kajak der A-Schüler machte er ungewohnt viele Fehler, die er dann nach Videoanalyse mit seinen Trainern im zweiten Durchgang weitgehend abstellte und so immerhin noch Platz elf unter 33 Startern belegte. „Um in Berlin vorne mitzufahren, muss er sich deutlich steigern“, sagte WsF-Betreuer Marc Pallmann. Der Pirmasenser Simon Schiel (9) fuhr bei den C-Schülern, den jüngsten Paddlern, nach grobem Schnitzer im ersten Durchgang mit einem tollen, um 17 Sekunden schnelleren zweiten Lauf noch auf Rang vier. Im Einer-Kajak der Junioren fuhr Niels Jung aus Höheischweiler zunächst auf Sicherheit und lag nach dem ersten Durchgang auf Rang vier. Im zweiten Lauf paddelte er voll auf Angriff, fiel aber trotz fehlerfreien und schnellen zweiten Laufs noch auf Rang sechs unter 15 Startern zurück. In der Herren-Leistungsklasse konnte Erik Jung, der älteste der vier Jung-Brüder, einen sehr sauberen, fehlerfreien zweiten Lauf in das Wasser der Rednitz schneiden. Mit Rang 30 war sehr zufrieden, denn immerhin hatte er sich mit aktuellen Nationalmannschafts- und Weltcup-Fahrern zu messen. (rhp)