Rhythmische Sportgymnastik RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Jahr voller Höhepunkte für den TV Dahn

Deutsche Sportlerin des Jahres 2024, Olympiasiegerin und sechsfache Weltmeisterin: Darja Varfolomeev, hier bei ihrem ersten Auft
Deutsche Sportlerin des Jahres 2024, Olympiasiegerin und sechsfache Weltmeisterin: Darja Varfolomeev, hier bei ihrem ersten Auftritt in der Pirmasenser Wasgauhalle im November 2022.

Der TV Dahn richtet 2025 im April nationale Titelkämpfe aus. Im November will er auch Gastgeber eines Bundesliga-Wettkampfs sein. Und die TVD-Gruppe möchte in Dresden wieder deutscher Meister werden.

Im November 2022 war die Pirmasenser Wasgauhalle erstmals Schauplatz eines Bundesligawettkampfs in der Rhythmischen Sportgymnastik. Darja Varfolomeev, die damals gerade als erste Deutsche seit 1975 RSG-Weltmeisterin (mit den Keulen) geworden war, verzauberte das Publikum in der Südwestpfalz. Ziemlich genau drei Jahre später wird die Sportgymnastik-Bundesliga mit all ihren Stars wohl wieder Station in Pirmasens machen.

„Wir wollen in Kooperation mit dem TV Pirmasens den Bundesliga-Wettkampf am 8. und 9. November ausrichten. Die Unterschrift zu dem Vertrag mit der DTL steht aber noch aus“, informiert Aline Kriebel, Trainerin des Bundesligisten TV Dahn und Wettkampfbeauftragte der Deutschen Turnliga (DTL), unter deren Dach seit 2019 die RSG-Bundesliga für Einzel-Gymnastinnen veranstaltet wird. Und sie strahlt Zuversicht aus, dass der TV Dahn den Zuschlag erhalten wird und an diesem November-Wochenende auch die inzwischen sechsfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin Varfolomeev in Pirmasens begrüßen kann. Die Dahner weichen nach Pirmasens aus, weil die Sporthalle im Schulzentrum der Wasgaustadt nicht die für die Bundesliga erforderliche Höhe aufweist.

Das neue Dahner Bundesligateam steht weitgehend. Zu den bisherigen Teammitgliedern Marlene Kriebel (mit 26 Jahren die älteste TVD-Gymnastin), Marie Laux, Marie Decker, Nina Kowalczyk und Anni Schmitt stoßen noch Mila Keller und Annamaria Schäfer (beide Altersklasse 12), die 2025 das Mindestalter für die RSG-Bundesliga erreichen. Dazu könnte wie in den Vorjahren vom Bundesstützpunkt Schmiden eine externe Verstärkung kommen. Aline Kriebel: „Da ist noch nichts fix.“ Johanna Herder hat, da sie ein Jurastudium in Mainz begonnen hat, ihre Karriere als Einzelgymnastin beendet, gehört aber weiterhin der Dahner Gruppe an.

Diese will bei den deutschen Meisterschaften am 31. Juli (Mehrkampf) und 1. August (Gerätefinals) in Dresden wie in den Vorjahren mit Goldmedaillen heimkommen. Die Gruppe bilden 2025 Marlene Kriebel, Marie Laux, Johanna Herder, Nina Kowalczyk, Melissa Gys und Marie Decker.

Sechs TVDlerinnen im Landeskader

Am 15. März haben sie bei den Pfalzmeisterschaften im Dahner Schulzentrum ihren ersten Saisonwettkampf. Dort richtet der TVD auch am 5. und 6. April den Nachwuchscup des Deutschen Turnerbunds für die Altersklassen 10 bis 12 und damit de facto die deutschen Schülerinnenmeisterschaften aus.

Sechs TVD-Gymnastinnen, Marie Decker (Bruchweiler), Nina Kowalczyk (Frankenthal), Anni Schmitt, Paula Heimsott (beide Ludwigswinkel), Mila Keller und Henriette Eberhard (beide Hinterweidenthal) sind in den Landeskader berufen worden. Fünf der sechs Plätze im Nachwuchskader des Pfälzer Turnerbunds belegen die TVD-Talente Michaela Farbacher, Merle Böhm, Margerita Zvinihordska, Luisa Auer und Bernadette Kretz.

Ob der TV Dahn auch für die nächsten vier Jahre RSG-Landesstützpunkt sein wird, hat der Landessportbund Rheinland-Pfalz mit Sitz in Mainz noch nicht bekanntgegeben. „Wir gehen davon aus, dass es verlängert wird, aber die offizielle Bestätigung steht noch aus“, teilte Aline Kriebel mit.

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